Offen für neue Ideen

TSV Bassum sucht Pächter für das Vereinsheim

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Nadja Butt und Siegfried Hausmann vom Vorstand des TSV Bassum sammeln Ideen für die künftige Nutzung.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Der TSV Bassum sucht einen neuen Pächter für sein Vereinsheim und ist offen für Ideen. Wer Interesse an der Immobilie hat, ob am gesamten Gebäude oder nur an Teilen, kann sich beim Vorstand melden. In Kürze bildet sich eine Arbeitsgemeinschaft, um Vorschläge zu sammeln.

Seitdem Heiner Kroner aus gesundheitlichen Gründen die Sportarena geschlossen hat, steht das Objekt leer – und der TSV ohne Vereinsheim da.

Der Vorstand war in den vergangenen Monaten nicht untätig, wie Vorsitzender Horst Schlottmann auf Anfrage erläutert. „Wir haben einen Makler eingeschaltet, leider ohne Erfolg.“ Persönliche Kontakte und Vermittlungen von Brauereien hätten immerhin zu sechs Interessenten geführt. Darunter war ein ortsansässiger Gastronom. Der erhoffte Vertragsabschluss scheiterte jedoch am fehlenden Personal. „Der Gastwirt fand weder einen Koch noch Servicepersonal – unglaublich, aber leider wahr“, so Schlottmann. „Anderen war das 350 Quadratmeter große Objekt zu riesig“, berichtet Nadja Butt vom Vorstand des TSV.

Nun drehen die Verantwortlichen alles auf Anfang und regen auf der Suche nach einer alternativen Nutzung eine Art Brainstorming an.

Ziel soll sein, das Vereinsheim für Sportler, Zuschauer und Gäste neu zu beleben. „Es soll ein Treffpunkt für alle werden“, wünscht sich Butt. Es soll nicht ausschließlich Vereinsheim sein, und auch nicht nur Gaststätte, sondern möglichst beides. Der Standort in unmittelbarer Nähe zum Tierpark sei ideal für Gastronomie.

Verschiedene Mietmodelle denkbar

Der Verein könne sich vorstellen, Räume an Gruppen zu vermieten oder Gebäudeteile aus der Pacht herauszunehmen. Zum Beispiel könnte der Partykeller außen vor bleiben. Der ehemalige Versammlungsraum könnte für Gruppen interessant sein. „Das war früher gang und gäbe“, erinnert sich Vorstandsmitglied Siegfried Hausmann. Zahlreiche Vereine nutzten das TSV-Domizil für ihre Treffen.

Mitte der 70er-Jahre baute der TSV aus Verkaufserlösen der Sportschule auf dem Grundstück des Schützenvereins ein Vereinsheim und schloss mit dem Schützenverein einen Erbpachtvertrag.

Im Laufe der Zeit gaben sich verschiedene Pächter die Klinke in die Hand. Heiner Kroner machte aus dem Vereinsheim in den vergangenen 15 Jahren ein Restaurant, das für gute deutsche Küche bekannt war. Viele Bassumer richteten dort sogar Familienfeiern aus.

Kroner investierte in die Ausstattung, der TSV indes sorgte für die notwendigen Modernisierungsmaßnahmen. „Wir haben unter anderem behindertengerechte Toiletten eingebaut“, so Schlottmann.

Verantwortlichkeiten sind klar geregelt

Der Erbpachtvertrag regelt genau die Zuständigkeiten: Der TSV zahlt Pacht an den Schützenverein. Der Schützenverein ist verantwortlich für die Außenhülle des Gebäudes, der TSV für Instandhaltungsmaßnahmen im Inneren. Sollte also die Heizung kaputt gehen, wäre der TSV in der Pflicht. Regnet es durch, muss der Schützenverein ran.

In der jüngsten Mitgliederversammlung des TSV wurde beraten, ob der Verein von seinem Kündigungsrecht Gebrauch machen sollte. Dieses wäre zum 31. Dezember möglich gewesen. „Die Mitglieder haben sich entschieden, nicht zu kündigen“, so Schlottmann. Außerdem haben die Schützen den Sportlern ein einmaliges Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Möglich wäre eine Kündigung im März 2018. Schlottmann: „Ende März ist unsere reguläre Mitgliederversammlung. Nun haben wir sechs Monate Zeit, uns etwas einfallen zu lassen.“

Damit das Grundstück nicht verkrautet und das Objekt ansehnlich bleibt, kümmern sich die beiden Ehrenamtlichen Werner Nickisch und Günther Meyer um die Pflege.

Wer sich für das Objekt interrsiert, kann sich an Nadja Butt (04241/7118) oder Horst Schlottmann (04241/4447) wenden.

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