100 Kinder machen den Rollerführerschein

Mit dem Tretroller durch die Waschstraße

Geschicklichkeit und Gleichgewicht bewiesen die Kinder im Parcours. - Foto: Schiermeyer

Bassum - Von Ute Schiermeyer. Einen aufregenden Vormittag mit der Verkehrswacht Grafschaft Hoya erlebten die Bassumer Vorschulkinder. Gut 100 Steppkes aus Bassum und den Ortschaften hatte die Volksbank an zwei Tagen eingeladen, um auf dem Parkplatz den Rollerführerschein zu machen.

Mit den Kindern aus beinahe allen Bassumer Kindergärten absolvierte auch Sam, das Maskottchen des Primax-Clubs, die Fahrstunden. Und das in der prallen Sonne – ganz schön anstregend für Sam. So unterschiedlich die Fünf- und Sechsjährigen entwickelt sind, so unterschiedlich ist auch ihr Empfinden für die Schwierigkeit der einzelnen Aufgaben. „Das ist voll kompliziert!“, sagte einer. Ein anderer kommentierte die Aktion mit den Worten: „Das ist ja einfach! – Langweilig.“

In puncto Sicherheit waren alle gleich gut drauf. Als Anja Diekmann von der Verkehrswacht Grafschaft Hoya (Vorschulparlament) zu Beginn fragte: „Bevor wir Roller fahren, was sollten wir immer tun?“, antworteten die Kinder lauthals und einstimmig: „Helm aufsetzen!“

Auch bei der Sicherheit des Rollers kannten sie sich schon gut aus und wussten, dass ihr Gefährt eine Klingel und eine Bremse benötigt. „Unsere Roller haben alle eine Handbremse, und die braucht ihr gleich auch“, erklärte Anja Diekmann. „Ja, für die Kurven!“, ergänzte der sechsjährige Tobias.

Dann ging es los. Zunächst kamen Übungen für Wahrnehmung und Gleichgewicht. Erstmal nur im Kreis fahren, immer Frau Diekmann hinterher.

Nach zwei „normalen“ Runden sollten die Kinder das andere Bein probieren – schon schwieriger. Als das glückte, kam der Parcours dran. Dort mussten die Kleinen zunächst über ein Rubbelbrett fahren, dann an einer Kreuzung mit Stoppschild halten, bevor sie im Slalom Pylonen umfahren mussten.

Zum Abschluss ging es noch durch die „Waschstraße“, ein schmales Tor, von dem Flatterbänder hinab hingen.

„Uns kommt es darauf an, dass die Vorschulkinder spielerisch mit dem Straßenverkehr vertraut gemacht werden“, sagte Dagmar Finkmann, bei der Volksbank für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Es komme mit der Schule ein neuer Lebensabschnitt auf sie zu, sie sollen sich als Schulkinder sicher fühlen im Verkehr.

Darum hatte die Volksbank die Kindergärten aus Bassum und den umliegenden Dörfern bereits zum fünften Mal zum Rollerführerschein eingeladen. Es gab sogar einen Bustransfer für die Kinder aus Bramstedt und Neubruchhausen.

Für die tolle Leistung erhalten die Kinder zur Erinnerung den Führerschein mit Foto und Unterschrift. Er kann in etwa 14 Tagen bei der Volksbank abgeholt werden. Die Eltern werden telefonisch benachrichtigt.

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