Sensible Hände für grobschlächtige Eisenhaufen gesucht

Treckertreffen in Wedehorn: Mehr als 30 Händler und Marktbeschicker kommen

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Die ersten beiden Teilnehmer trafen bereits am Donnerstagnachmittag ein. Statt eines Platzverweises kassierten sie gleich ihre Erinnerungsmedaillen: Sabine Plöger (v.l.), Hellwig Müller und Uwe Buchholz von den Wildeshauser Treckerfreunde „Weiße Riede“, Ortsvorsteher Horst Husmann und Organisationschef Richard Plöger.

Wedehorn - Von Ulf Kaack. Gegen 15 Uhr verkündete leises Dieseltuckern aus der Ferne das Herannahen der ersten Gäste für das am Samstag beginnende achte Treckertreffen in Wedehorn. Als Uwe und Hellwig aus Wildeshausen bereits am Donnerstag auf dem noch weitgehend verwaisten Areal am Göpel eintrafen, saß das Aufbauteam offensichtlich noch am Arbeitsplatz oder an der heimischen Kaffeetafel. Macht nix, dann eben ohne Empfangskomitee. Die beiden kennen sich schließlich aus in Wedehorn.

„Ich bin vom ersten Treffen an mit dabei“, sagt Uwe Buchholz, der einen feuerroten Güldner G 50 samt Wohnwagengespann pilotiert. „Hier in Wedehorn geht es immer ausgesprochen freundlich und kameradschaftlich zu. Zwar sind immer relativ viele Trecker hier am Start, aber trotzdem ist die Atmosphäre ausgesprochen familiär. Man kennt sich halt. Außerdem gibt es in Wedehorn eine Garantie für gutes Wetter.“

Dem kann Hellwig Müller, angereist mit einem 1957 gebauten Deutz F2L 612/6 in der seltenen Schnellläuferausführung, nur beipflichten. Zusammen sind sie aus Wildeshausen gemütlich über Land gefahren. Vom Fritzmeier-Verdeck vor der brennenden Sonne geschützt, der moderate Fahrtwind ersetzte die Klimaanlage. 90 Minuten haben sie für die 29 Kilometer lange Strecke gebraucht. Das Duo bildet die Vorhut der Wildeshauser Treckerfreunde „Weiße Riede“. Ein halbes Dutzend Clubkameraden sind ihnen noch auf den Fersen. Zwischenzeitlich ist auch Richard Plöger der Chef der Vorbereitungsmannschaft hinzu geeilt, dicht gefolgt von Ortsvorsteher Horst Husmann. Die ersten Gäste sollen schließlich mit Handschlag begrüßt werden. Außerdem erhalten die beiden Schlepperpiloten eine hübsch gestaltete Teilnehmermedaille. „Die macht was her an der Trophäenwand zu Hause“, lächelt Hellwig Müller. „Den ausgeschriebenen Pokal für die weiteste Anreise nehmen wir, da gehe ich schwer von aus, wohl nicht mit nach Wildeshausen. Da nehmen andere Clubs deutlich weitere Distanzen unters grobstollige Profil.“

Startschuss fällt um 14 Uhr

Der offizielle Startschuss für das Treffen fällt am Samstag um 14 Uhr. Mehr als 30 Händler und Marktbeschicker haben ihr Kommen angekündigt und werden einen Floh- und Bauernmarkt gestalten, verrät Richard Plöger nach einem Blick auf seinen Standplan: „Von der Kaffeetasse und dem T-Shirt mit Traktorenmotiv bis hin zu Antiquitäten und Gedöns wird das Angebot wieder reichlich sein. Werkzeug und Ersatzteile für die alten Maschinen haben die Händler dabei und vielleicht das eine oder andere unrestaurierte Fahrzeug. Stickereien, Stoffe, Schmuck und hausgemachte Seife – für die Kids gibt’s ein Karussell und das Spielemobil. Das wird wie immer ein Familienfest werden.“

Ein Kettensägenkünstler hat sich angekündigt und wird grobe Holzscheite lautstark und spänesprühend in Skulpturen verwandeln. Außerdem kann eine historische Dreschmaschine in Aktion bewundert werden. Wurstwaren vom Wild stillen den Hunger, ebenso frischgemachte Pfannkuchen. Hausgemachten Kaffee und Kuchen gibt es rund um die Uhr.

Am Samstaglockt ab 19 Uhr ein Geschicklichkeitsturnier für alle Teilnehmer vor dem Göpel. „Auf einem kleinen Parcours ermitteln die angereisten Treckerfahrer unter scharfen Wettbewerbsbedingungen, wer das sensibelste Händchen am Steuer seines grobschlächtigen Eisenhaufens hat“, freut sich Richard Plöger auf die alles andere als bierernste Show. „Unter anderem gilt es, eine Fahrzeugwippe in Minimaltempo zu überqueren. Da ist eine Menge Spaß für die Zuschauer vorprogrammiert.“

Ein Platzkonzert mit dem Shantychor „Schmalver Buddelschippers“ steht für morgen ab 10.30 Uhr am Wedehorner Göpel auf dem Programm. Inklusive Frühschoppen, versteht sich.

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