Am 9. und 10. Juli in Wedehorn

Treckertreffen: Das ganze Dorf hilft mit

Das Organisationsteam des Wedehorner Treckertreffens ist in diesen Tagen schwer beschäftigt: (v.l.n.r) Horst und Elfriede Husmann, Kathrin Engler, Sabine Plöger, Hans-Jürgen Engler, Hilmar Albers und Anke Engler. Es fehlen Richard Plöger und Simon Martens. - Foto: Ulf Kaack

Wedehorn - Von Ulf Kaack. Alle zwei Jahre fällt eine Horde lärmender und nach Diesel stinkender Eisenhaufen in das beschauliche Dorf am südlichen Rand von Bassum ein. Jeder weiß dann: Es ist wieder Treckertreffen in Wedehorn. Am Wochenende, 9. und 10. Juli, ist es wieder soweit.

Lanz, Hanomag, Porsche-Diesel, Deutz, Güldner … es sind klangvolle Namen längst verblichener Traktorenhersteller, die sich in Wedehorn versammeln werden. Spitzenmäßig restaurierte Schlepper oder in Ehren ergraute Exemplare. Die können dann auf der Flaniermeile im Fahrerlager bestaunt werden, oder in Action beim Schaupflügen. Liebhaber vom Sound volumiger Diesel- und Glühkopfmotoren werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

Stattfinden wird das Ganze auf dem Festplatz zwischen Feuerwehrhaus und Göpel. Und damit sich auch die weniger traktoraffinen Besucher wohlfühlen, haben die Macher in gewohnter Weise ein Familienfest mit Flohmarkt auf die Beine gestellt. Drei Dutzend Aussteller und Anbieter haben sich angekündigt.

Für Kinder ist ein unterhaltsames Programm vorbereitet. Und ganz wichtig: Auf der „Fressmeile“ gibt es alles, was Leib und Seele zusammenhält. Angeboten werden unter anderem frisch in einem alten Backofen zubereitete Weizenpfannkuchen.

Die Besucher können einen historischen Mähbinder in Aktion erleben, mit dem früher das Getreide vor dem Dreschen geschnitten und zu Garben gebündelt wurde. Ein Kettensägenkünstler hat sich angekündigt und wird aus groben Holzscheiten lautstark Skulpturen formen.

Am Samstagabend spielt schließlich die Band „Eimer und Forke“ ab 20 Uhr rockige Rhythmen und singen plattdeutsche Texte auf der Bühne vor dem Göpel.

Bereits am Freitagabend werden die ersten betagten Ackerveteranen eintreffen. Zumeist mit einem ausgebauten Bauwagen im Schlepp, in dem die Traktoristen während des Treffens nächtigen. Dabei nehmen sie teilweise lange Anfahrtswege von über hundert Kilometern in Kauf. Bei einer Geschwindigkeit von maximal 20 Stundenkilometern eine knackige Herausforderung für den Fahrer.

In der Oldtimerszene genießt das vom Heimatverein und der Freiwilligen Feuerwehr nunmehr zum siebten Mal veranstaltete Treckertreffen einen hervorragenden Ruf.

Es ist vor allem die ländliche Idylle und die familiäre Atmosphäre, die viele Teilnehmer begeistert. Aber auch die perfekte Organisation. „Wir haben da eine Menge Routine drin, und fast das ganze Dorf, allen voran die hiesige Feuerwehr, zieht an diesem Wochenende an einem Strang“, sagt Ortsvorsteher Horst Husmann.

Am Sonnabend ist das Veranstaltungsgelände ab 14 Uhr für die Besucher geöffnet, am Sonntag geht das lautstarke Treiben bereits um 10 Uhr los.

Eintritt muss nicht bezahlt werden, auch keine Parkplatzgebühren.

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