Band Coomara aus Bremen begeistert 170 Zuhörer im Gasthaus Haake

Traditionell, poppig und bisweilen experimentell

Sängerin Joanna Scott Douglas (hier mit Jan Jedding) brachte mit ihrer Band Coomara schottische und irische Songs nach Bassum.  - Foto: Schiermeyer

Bassum - Irische Folksongs und schottische Lieder, dazu irisches Bier und Whisky – für ein paar Stunden verwandelte sich Haakes Gasthaus in Bassum am Sonnabend in einen irischen Pub. Rund 170 Zuhörer waren der Einladung des Kulturforums gefolgt, um beim Konzert der Band Coomara einen kurzweiligen Abend zu verbringen. Die Bremer Band um die schottische Sängerin Joanna Scott Douglas sorgte mit ihrem Folk für die nötige Stimmung.

Vom ersten Stück an ging es locker zu auf der für fünf Musiker recht engen Bühne. Sängerin Scott Douglas suchte in ihrer sympathischen Art immer wieder den Dialog mit dem Publikum, und der humorvolle Musiker Norbert Wehde erklärte die Songtexte und machte dabei Späßchen. So wurde das Konzert mit viel Witz und Lebensfreude präsentiert.

100 Jahre Bühnenerfahrung brachte Coomara nach eigenen Angaben mit. Entsprechend professionell boten sie ihre Lieder dar. Akustische schottische und irische Folksongs und Eigenkompositionen waren zu hören. Dabei klang es mal traditionell, mal poppiger, bisweilen aber auch experimentell. Besonders die schottischen Stücke wirkten exotisch, hatten laut Wehde etwas Indianisches.

Natürlich durfte an einem solchen Abend der Dudelsack nicht fehlen. Passend dazu im Kilt gekleidet, spielte Norbert Wehde seine „Bagpipe“, die er übrigens als Botschafter der Stille ankündigte. „Denn hinterher empfindet man die Stille doch anders“, scherzte er über die Mächtigkeit des Instrumentes.

Wehde spielte daneben noch die irische Bouzouki und die Low Whistle, eine typische Flöte der irischen Folkmusik. An der Gitarre überzeugte Jan Jedding. Jens Mencl am Bass und Gert Woyczechowski an den Percussion vervollständigten den Sound der Band.

Sängerin Scott Douglas begleitete fast alle Lieder auf der dafür typischen Rahmentrommel, der Bodhrán. Ihre markante Stimme fügte sich perfekt in dieses Arrangement. Besonders aber der mehrstimmige Gesang zusammen mit Jedding und Wehde machte den typischen Folksound aus.

Da der Abend als irischer Abend deklariert war, kündigte Scott Douglas die schottischen Lieder immer mit einer entschuldigenden Art an. Dennoch gaben diese dem Konzert eine abwechslungsreiche Note.

Die typisch irischen Stücke brachten aber die Stimmung in den Saal und verführten das Publikum zum Schunkeln und Mitklatschen. Schade eigentlich, dass sich trotz ausdrücklicher Einladung zum Tanz, nur drei Damen einer Line-Dance-Gruppe auf die Tanzfläche trauten. Die Musik lud durchaus zum Tanzen ein, und Joanna Scott Douglas forderte wiederholt dazu auf. Für einen schottischen Reigentanz musste sie lange bitten, bis sich fünf Tanzpaare fanden. Diese hatten dann aber sichtlich Spaß beim Tanzen.

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