Die Tradition erhalten

In Bramstedt wird begeistert Erntefest gefeiert

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Boten den vielen Besuchern ein buntes und lebhaftes Programm mit Liedern und Gedichten: Die Kinder der Bramstedter Grundschule.

Bramstedt - Bei schönem Wetter feierten am Sonnabend mehrere hundert Bramstedter ihr Erntefest. Es begann mit einem Umzug von elf Erntewagen am Bramstedter Hof.

Von einer unabhängigen Jury bewertet, schnitt der Wagen des Sozialverbandes am besten ab. Es folgten der Erntewagen der Dorfjugend und der Wagen ehemaliger Eltern von Grundschulkindern.

Auf dem Anwesen von Familie Meyer an der Röllinghauser Straße gab es den traditionellen Zwischenstopp mit einem viel beklatschten Unterhaltungsprogramm der Grundschulkinder. Dort trug die Dorfjugend ihr Gedicht vor. Ortsvorsteher Helmut Zurmühlen und Gastgeberin Monika Meyer nutzten zudem die Gelegenheit, ein paar Worte zu sagen.

Meyer war vor mehr als 40 Jahren in ihrem Heimatort Albringhausen Entekönigin und hatte das Gedicht, das sie damals auswendig gelernt hatte, wieder hervor gekramt: „Wer Dach for Dach sien Arbeit deiht, und jümmer ob sien Posten steiht und mokt dat god und deiht dat gern, de draff sik uk mol amüseern.“

Dank für die Erntekrone

In ihrer Begrüßung stellte sie der Dorfjugend für das Binden der Erntekrone ein sehr gutes Zeugnis aus. „Ich kann von einem absolut pflegeleichten Team berichten“, so Meyer. Es habe keine Zwischenfälle gegeben. „Unsere Familie hatte schon immer einen starken Bezug zum Dorf und zur Dorfjugend. Deswegen liegt es mir besonders am Herzen, dass die alten Traditionen und besonders das Erntefest erhalten bleiben“, appellierte sie an alle mit aufforderndem Blick in die Runde.

Es folgte das Erntegedichtvon Leon Meyer, Jannes Böse und Merle Cordes. Sie sind die aktuellen Sprecher der rund 40 Mitglieder umfassenden Bramstedter Dorfjugend.

Als Ortsvorsteher bedankte sich Helmut Zurmühlen bei allen Beteiligten, unter anderem bei den Kindern und dem Kollegium der Grundschule. Danke sagte Zurmühlen aber auch der Natur und dem Lebensraum für das, was sie den Menschen Gutes bieten.

„Vor 60 Jahren hatten wir in Bramstedt noch mehr als 40 landwirtschaftliche Betriebe. Heute sind es nur noch zehn Vollerwerbsbetriebe, was den Strukturwandel in der Landwirtschaft deutlich macht. Umso mehr muss man an einem solchen Tag den bei uns noch aktiven Landwirten danken.“

Erntefest Bramstedt mit Umzug und Grundschul-Vorführung

Es gebe in Bramstedt keinen Betrieb mit Massentierhaltung, man könne seine frische Milch noch vom Bauernhof holen oder seine Grundversorgung in einem Ökohof sicher stellen, so Zurmühlen. Er wies auch auf die neuen Blühstreifen an Wegerändern und an die von Schülern gepflanzten 100 Apfelbäume hin.

Den Schlusspunkt des Festes setzten Spiele für Kinder, eine Kaffeetafel sowie ein Schnitzelbüffet am Bramstedter Hof.

bbk

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