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Tim Bendzko kommt nach Bassum und spricht im Interview über seine Vorfreude

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Von: Anika Seebacher

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Der Singer- und Songwriter Tim Bendzko kommt am 12. Juni nach Bassum und tritt auf der Bühne an der Freudenburg auf.
Der Singer- und Songwriter Tim Bendzko kommt am 12. Juni nach Bassum und tritt auf der Bühne an der Freudenburg auf. © Andre Josselin

Der sympathische Sänger Tim Bendzko kommt im Rahmen des Bassumer-Open-Airs in die Lindenstadt. Im Interview spricht er unter anderem über seine Vorfreude.

Bassum – Tim Bendzko ist ein waschechter Berliner und seit 2011 als „Weltretter-Sänger“ bekannt. Mitte Mai startet endlich wieder eine Tournee für den Musiker. Wenn der 37-Jährige am Sonntag, 12. Juni, beim Bassum-Open-Air in der Freudenburg auftritt, spielt er eine Mischung aus bekannten Hits und ganz neuen Titeln, verrät der sympathische Lockenkopf im Interview. Die Fragen stellte Anika Seebacher.

Es ist mit 9 Uhr verhältnismäßig früh. Sind Sie ein Frühaufsteher?

Ich bin schon ewig wach. Wir hätten das Telefonat also sogar noch früher machen können (lacht).

Sie kommen im Sommer nach Bassum. Ist Ihnen die Stadt bekannt?

Ich bin bislang noch nie in Bassum gewesen. Oft bin ich mir gar nicht sicher, ob ich schon einmal in einem Ort war. Aber bei Bassum bin ich felsenfest davon überzeugt, noch nie dort gewesen zu sein. Natürlich war ich schon einmal in der Gegend, aber nicht direkt in Bassum. Ich lasse mich überraschen.

Haben Sie rund um die Konzerte auch Zeit, sich einen Ort anzusehen?

Das hängt immer davon ab, was am nächsten Tag ansteht. Ich reise in der Regel am Konzerttag an und gehe direkt in die Vorbereitungen mit Soundcheck, Interviews und so weiter. Da ist keine einzige Sekunde Zeit. Wenn ich noch ein weiteres Konzert in der Nähe habe, ist es etwas anderes. In der Regel ist aber keine Zeit für Sightseeing. Leider. Denn ich bin jetzt in einem Alter, wo ich es genieße, mir einen Ort anzusehen.

Als Berliner sind Sie ein Großstadtmensch. Merken Sie bei Auftritten in ländlicheren Regionen Unterschiede beim Publikum?

Erstaunlicherweise ist das tatsächlich so. In kleineren Orten sind die Leute viel motivierter, weil große Konzerte nicht zur Normalität gehören. In Berlin steht ja jede Woche irgendein Weltstar auf der Bühne. In den kleinen Orten ist es für die Menschen aber noch etwas Besonderes.

Insbesondere nach den vergangenen zwei Jahren, wo ja kaum etwas stattgefunden hat ...

Das kommt natürlich noch dazu. Deswegen wissen wir als Band das jetzt einfach auch nochmal ganz anders zu würdigen, dass wir endlich wieder vor Publikum auftreten dürfen.

Sie waren für 2021 schon für das Bassum-Open-Air gebucht. Welches Programm spielen Sie jetzt?

Das Programm ist ähnlich wie das, mit dem wir 2021 gekommen wären. Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir auch ein bis zwei ganz neue Songs spielen werden. Wir performen aber natürlich auch die Songs, die die Leute kennen und lieben.

Ihr bekanntester Hit war „Nur mal kurz die Welt retten“. Wie aktuell ist diese Aussage? Lässt sich die Welt „mal kurz“ retten?

Das ist tatsächlich eher schwierig. Aber es ist kurios: Mir wird diese Frage gestellt, seitdem der Song veröffentlicht wurde. Es gibt jedes Jahr irgendeine Krise, bei der man denkt, dass der Song jetzt aber gut passt. Und tatsächlich kann man immer etwas tun. Das ist schließlich die Aussage des Liedes. Nicht mit dem Finger auf andere zeigen, sondern selbst damit beginnen, sich zu engagieren. Und vielleicht andere Leute damit anstecken. Deshalb ist der Song immer noch aktuell.

Gibt es während einer Tournee bestimmte Dinge, die unbedingt dabei sein müssen?

Das sind definitiv Ohrstöpsel, damit mich keine Geräusche im Hotelzimmer vom Schlaf abhalten. Und ein Buch muss auch immer dabei sein. Ich habe nämlich vor einigen Monaten angefangen, abends zu lesen, anstatt ständig Serien zu schauen.

Gibt es ein Genre, das Sie bei Büchern besonders bevorzugen?

Ich bin ein Sachbuch-Fan. Aber ich versuche mich dazu zu zwingen, auch andere Sachen wie Romane zu lesen. Gerade bin ich bei Uralt-Science-Fiction-Büchern angekommen.

Wann startet das Tourleben für Sie und wie fühlt sich das an?

Wir starten am 21. Mai mit den Auftritten. Unsere Vorfreude ist extrem ausgeprägt. Ich habe das Gefühl, dass es diesmal wirklich passiert und dass am Ende auch tatsächlich alles stattfindet. Seit 2020 war es so, dass wir immer etwas zugesagt haben, uns vorbereitet und gefreut haben und zwei Wochen vorher ging immer das bange Warten los, ob es wirklich stattfindet. Jetzt bin ich zuversichtlich, dass es klappt. Aber man weiß es eben nicht. Wenn wir irgendetwas gelernt haben in den letzten zwei Jahren, dann dass man sich einfach überraschen lassen und es hinnehmen muss, wie es kommt.

Info

Tim Bendzko spielt am Sonntag, 12. Juni, ab 20 Uhr beim Bassum-Open-Air. Infos und Tickets gibt es unter www.bassum-open-air.de.

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