Tierpark Petermoor kostet jährlich 200000 Euro / Bürgermeister will gerne daran festhalten

„Baustein einer attraktiven Stadt“

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„Viel mehr als man erwartet“ lautet der Slogan der Stadt. Dass es aber rund 20 Broschüren über touristische Angebote gibt, hat selbst Bürgermeister Christian Porsch überrascht.

Bassum - Von Maik Hanke. Alles in allem 200000 Euro verschlingt der Tierpark Petermoor pro Jahr. Geld, das die Stadt trotz Haushaltssperre und knapper Kasse gerne investiert. Der Zoo sei „ein Baustein einer attraktiven Stadt“, betont Bürgermeister Christian Porsch. Der Tierpark ist eines der Schmuckstücke unter den freiwilligen Leistungen der Stadt.

„Wir wollen uns das leisten“, sagt auch Bauamtsleiter Martin Kreienhop. Dennoch soll in den kommenden Haushaltsplanungen der Betrag, den die Stadt für den Zoo in die Hand nimmt, um 10000 Euro heruntergeschraubt werden. Denn die Stadt habe „das Nötigste erst mal getan“, sagt Kreienhop.

Was er damit meint: Die Stadt hat zuletzt viel Geld in die Hand genommen, um den Tierpark an die EU-Zoo-Richtlinien anzupassen und nach jahrelanger Warterei endlich wieder eine offizielle Genehmigung zu erhalten. Es wurden beispielsweise zwei Quarantänestationen errichtet und der Unterstand für die Nandus erweitert. Gerade deswegen werde die Investition definitiv nicht infrage gestellt, so Porsch.

Zukünftig will die Stadt den Tierpark noch besser ausschildern lassen. „Wir wollen uns nach außen darstellen“, sagt Kreienhop.

Der Tierpark sei besonders für Tagestouristen attraktiv, diene aber auch als weicher Standortfaktor für mögliche Neubürger oder Firmen. „Je attraktiver wir sind, desto mehr Menschen kommen zu uns“, erklärt Porsch.

Der Eintritt in den Tierpark kostet den Besucher zwar kein Geld. Über Spenden komme aber jedes Jahr ein nicht unerheblicher Betrag zusammen. Eine Summe nennen Porsch und Kreienhop nicht.

Was das Touristische angeht, ist die Stadt mit dem Jahr 2015 zufrieden. „Es war ein sehr angefülltes, erfolgreiches Jahr“, sagt Susanne Vogelberg vom Tourismusbüro der Stadt. Wie viele Menschen nach Bassum gekommen sind und dort übernachtet haben, lasse sich aber nur schwer messen. Bürgermeister Porsch spricht unter Vorbehalt von 8000 bis 10000 Menschen. Darunter aber natürlich nicht nur Touristen, sondern auch etwa Handwerker auf Montage.

Vogelberg führt aus, Tourismus in Bassum sei eng verzahnt mit Stadtentwicklung, Wirtschaftförderung und Agendaarbeit. So sei etwa die Aktiba als Wirtschaftsförderung zu sehen.

Rund 100000 Euro hat die Stadt dieses Jahr für den Tourismus springen lassen. Sonst sei der Betrag niedriger, betont Vogelberg. In diesem Jahr habe es aber „besondere Investitionen“ gegeben, zum Beispiel für Material zur Fertigstellung des Fahrradrundwegs.

Fürs kommende Jahr hat sich die Stadt vorgenommen, weitere Gästeführer auszubilden, das Naturfreibad bekannter zu machen und eine Aufladestation für E-Bikes zu installieren.

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