Entscheidung der Verkehrsunfallkommission

Tempo 70 von Bassum bis Bünte

Gleichbleibend 70 km/h dürfen Autofahrer fahren, die von Bassum in Richtung Bünte unterwegs sind. - Foto: Albrecht

Bassum - Von Frauke Albrecht. Die meisten Autofahrer dürfte diese Nachricht freuen: Auf der Landesstraße 333 zwischen Bassum und Bünte gilt seit Kurzem wieder Tempo 70. „Diese Entscheidung fiel im Rahmen der Verkehrsunfallkommission“, teilt Volker Töllner, stellvertretender Fachdienstleiter für das Straßenverkehrswesen im Landkreis Diepholz, mit. Die Kommission trifft sich regelmäßig, um über Gefahrenpunkte zu beraten. „Das letzte Treffen war im Frühjahr“, so Töllner.

Neben vielen anderen Punkten stand auch die Landesstraße 333 auf der Tagesordnung. Diese gehört zu stark belasteten Straßen. Um einen gleichmäßigen Verkehrsfluss zu gewährleisten, sprachen sich die Experten für eine einheitliche Geschwindigkeit aus. „An der Bünte-Kreuzung war schon immer 70 km/h erlaubt, in Richtung Bassum jedoch galt Tempo 50“, so Töllner. Die 50-Schilder wurden nun entfernt.

„Das große Problem in dem Bereich war immer der querende Verkehr in Bünte“, erinnet Töllner an schwere Unfälle vor einigen Jahren. Daraufhin hatte der Landkreis verschiedene Maßnahmen ergriffen – unter anderem wurden größere Hinweisschilder aufgestellt und an der Einmündung zur Kreuzung Bodenschweller eingebaut. Mit Erfolg, sagt Töllner und hofft, dass es dabei bleibt.

Eine weitere Geschwindigkeitsreduzierung wird es in Kürze an der L 340 geben, von der Einmündung der B 51 in Stühren bis zur Abfahrt L 776. „Wir werden auf der gesamten Strecke Tempo 80 einführen“, erläutert Töllner und hofft, dass auch der Landkreis Oldenburg mitzieht und die Maßnahme übernimmt. „Es macht keinen Sinn, an der Landesgrenze damit aufzuhören.“

In der Vergangenheit hätten sich auf dem Abschnitt immer wieder schwere Unfälle ereignet – unter anderem an der Einmündung nach Katenkamp. „Der Streckenverlauf ist sehr kurvig und weist Höhenunterschiede auf“, so Töllner.

Nun sollen Raser gestoppt werden. Die Anordnung ist bereits raus. In Kürze wird die Straßenmeisterei die Schilder aufstellen. „Wir werden die Geschwindigkeitsbeschränkung überwachen“, kündigt Töllner an.

Weitere Gefahrenpunkte macht Töllner in Bassum derzeit nicht aus. „Sicherlich gibt es immer mal Anrufe von Bürgern, die uns auf Probleme aufmerksam machen.“ Diesen ginge man nach. Dauer-Sorgenkind sei beispielsweise die Bremer Straße. Trotz der Verkehrsberuhigung würden viele Autofahrer immer noch zu zügig durch die Innenstadt fahren. „Viele glauben auch, dass sie schneller sind, wenn sie die Ortsumgehung verlassen“, weiß Töllner. Das sei völliger Quatsch.

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