775 Teilnehmer beim Silvestermarsch / Schwerathleten gut organisiert

Jeder Handgriff sitzt

Schlangestehen für eine Bratwurst.
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Schlangestehen für eine Bratwurst.

Bassum - Von Berthold Kollschen. Es lief langsam an beim Silvestermarsch der Schwerathleten des TSV Bassum. „Dann aber kam es gewaltig“, stellte Volker Malowitz fest, der auf seinem Zählgerät am Ende 775 registrierte Teilnehmer feststellen konnte.

Unter den vielen Teilnehmern fanden sich neben den bekannten „Traditions-Marschierern“ wie Werner Lämmerhirt und Ehefrau Inge, Zeichner Lothar Liesmann oder Dietrich Dopmann auch ein paar neue Gruppen. Vor allem die Jugendlichen wurden von Rolf Hartmann und Horst Albrecht freudig begrüßt. Schließlich soll die Tradition fortgesetzt werden.

Seit 1974 ist Claus Voß dabei, der bisher nur zwei Märsche ausgesetzt hat. Einmal fiel die Veranstaltung wegen Schneefalls (1978) aus, ein anderes Mal befand sich Voß im Urlaub. „Für mich gehört der Marsch einfach dazu. Ich halte mich zwar nicht lange auf, wie viele andere hier, aber der Spaziergang am Jahresschluss darf für mich und meine Frau nicht fehlen“, so Claus Voß.

Werner Lämmerhirt, seit Ende der 70er-Jahre gehört auch für ihn das Bassumer Silvesterereignis zum Tagesablauf zwingend dazu, erinnert sich, nur einmal wegen einer Knie-OP gepasst zu haben. Seine Frau habe seit 1977 kein einziges Mal gefehlt.

„Als Schnee lag und die Bäche vereist waren, sind wir mit unseren Schlitten von Ringmar aus in die Stiftsfuhren gelaufen“, erinnert sich Dennis Heuermann an frostige Zeiten.

Die Schwerathleten des TSV Bassum waren am Mittwoch mit 16 Aktiven vor Ort. Acht von ihnen versorgten die Massen mit Glühwein und Kirschpunsch, die anderen acht waren unaufhörlich damit beschäftigt, die langen Schlangen am Grillstand abzuarbeiten. „Die Jungs machen seit Jahren immer dasselbe, jeder Handgriff sitzt, jeder hat seinen Part und will ihn auch nicht tauschen“, freut sich Rolf Hartmann über das Engagement seines Teams. „Deswegen funktioniert alles auch so reibungslos bei uns.“

Leider bescherten einige Besucher den Schwerathleten am Ende erhebliche Mehrarbeit: Einige hielten sich nicht an die Vorschrift, benutzte Pappteller und mitgebrachte Getränkedosen und -flaschen in die aufgestellten blauen Mülltüten zu werfen. „Das ist uns gegenüber äußerst unfair“, klagte Hartmann, „zumal wir die Stiftsfuhren so verlassen müssen, wie wir sie vorgefunden haben. Das sind wir der Stiftsleitung schuldig, und wir stehen bei der Äbtissin im Wort.“

Es habe erheblich viel Zeit in Anspruch genommen, den Unrat einzusammeln. Die Schwerathleten wünschen sich für dieses Jahr mehr Aufmerksamkeit.

Auch hätten sich nicht alle an das Böllerverbot gehalten. Zum Glück zählten die Organisatoren lediglich vier Knaller.

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