Stylisch und rührend

Prinzhöfte-Schule verabschiedet zehn Absolventen

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Der verdiente große Auftritt zum Abschluss: Die Schüler rollen in offenen Cabrios in den Hof ein.

Bassum - Von Julia Kreykenbohm. Es war wohl eine der kleinsten Abschlussfeiern unter den Schulen der Stadt Bassum. Gerademal zehn Absolventen verabschiedete die Prinzhöfte-Schule gestern Nachmittag. Doch dafür sehr liebe- und humorvoll, wertschätzend und persönlich. Zwei gehen mit dem Hauptschul-, drei mit dem Realschul- und fünf mit dem erweiterten Realschulabschluss.

Aber bevor es rührend wurde, wurde es erstmal ziemlich stylisch. Denn die Abgänger fuhren in drei offenen Cabrios zu den lauten Klängen von Aviciis „Wake me up“ in den Hof der Schule ein, ausgiebig beklatscht von ihren Angehörigen, Lehrern und Mitschülern. Quasi der verdiente große Auftritt zum Abschluss. 

„Es ist Tradition an der Prinzhöfte-Schule, dass die Schulabgänger am Bahnhof mit einem auffälligen Fahrzeug abgeholt werden. Es war auch schon mal eine Kutsche und eine Limousine dabei“, verrät Sprecherin Susanne Hinrichs.

Nachdem die Absolventen sämtliche Glückwünsche entgegengenommen hatten, ging es in die Aula, wo Schulleiterin Tina Wilkens auf jeden ihrer Schützlinge eine kleine Rede hielt, bei denen es viel zu lachen gab. 

Viel Wertschätzung für den weiteren Weg

Wenn etwas in der Schule unabsichtlich zu Bruch gegangen sei, habe sie immer gewusst, wer dafür nur verantwortlich sein konnte, sagte sie über einen Schüler. Und an eine Schülerin werde sie immer denken müssen, da ein Junge früher besondere Angst vor ihr gehabt habe, weil „die immer Pferd spielen will“.

Bei anderen wusste Wilkens zwar keine Anekdote, doch dafür viel Wertschätzendes zu sagen: „Ich habe mich gefreut, dich kennengelernt zu haben“, „Es war immer schön mit dir“ und „Es war eine Freude, dich begleiten zu dürfen“.

Den Notendurchschnitt nannte sie bei den beiden besten Schülern. Matteo Giersberg, der ihr früher als „der kleine Rotzlöffel mit der großen Klappe“ bekannt war und später dann viel Verantwortung trug, verlässt die Schule nun mit dem erweiterten Realschulabschluss von 1,9. 

Jule Blania ist ihr als das Mädchen in Erinnerung geblieben, das entweder den Fußball oder jemanden suchte, mit dem sie Fußball spielen konnte. Nun hat sie ebenfalls einen Abschluss von 1,9 in der Tasche.

Die Absolventen der Prinzhöfte-Schule: Lucia Sagner (von links, stehend), Jule Blania, Jonathan Reeßing, Jonas Hotze, Luis Schulz, Paul Norman Frage, Matteo Giersberg und (sitzend, von links) Lissa Graustein, Selia Jörgensen und Alessja Thimm.

Auch die Lehrer ließen es sich nicht nehmen, ihre Schützlinge zu verabschieden, und zwar mit kleinen persönlichen Gedichten, in denen sie die jeweiligen Stärken, Schwächen und Eigenarten der Absolventen aufgriffen. Bei einigen flochten sie auch die Zukunftspläne mit ein. 

So verlassen die Prinzhöfte-Schule unter anderem eine künftige Physiotherapeutin, Kindergärtnerin, Mechatronikerin und Landschaftsgärtner. Andere wiederum wollen ihre Schullaufbahn an Gymnasien fortsetzen.

Am Ende wurden die Schüler mit einem Lorbeerkranz gekrönt und verließen die Aula durch ein Spalier über einen roten Teppich. Draußen verfolgten sie noch, wie eine Platte mit ihren Namen auf dem Schulgelände enthüllt wurde. Ebenfalls eine Tradition. „Ein Fußabdruck“, so Hinrichs, „der von ihnen immer an der Schule bleiben wird.“

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