Studentin untersucht Tourismusangebot / Gast beim Talk am 8. November

Unbekanntes Bassum

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Julia Netzel hat die touristischen Stärken Bassums untersucht.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Die Lindenstadt bietet ein großes touristisches Potenzial. Das ist das Ergebnis einer Bachelor-Arbeit der Bremer Studentin Julia Netzel. Die 24-Jährige stellt ihre Ergebnisse am Sonntag, 8. November, auf Einladung des Kulturforums im Rahmen des Bassum Talk vor. Beginn ist um 11.15 Uhr im Vorwerk.

Auf dem Podium sitzen neben Julia Netzel auch Bürgermeister Christian Porsch, die Mitglieder des Kulturforums Gudrun Lösche, Claus Ulbrich und Berthold Kollschen sowie Netzels Professor Dr. Rainer Hartmann und Susanne Vogelberg vom Agenda-Büro der Stadt Bassum.

Warum sich die Studentin des Studienganges Internationale Angewandte Freizeitwissenschaften der Hochschule Bremen ausgerechnet für Bassum entschieden hat, war Zufall, wie sie sagt. Julia Netzel hatte vor ihren Besuchen noch nie von Bassum gehört. Und da liege bereits eines der größten Probleme: Bassum habe zwar sehr viele Stärken. Diese seien aber nur wenigen bekannt, erklärt die Studentin. Selbst den Bassumern nicht.

Attraktiv seien vor allem die Natur und Landschaft, die ausgewiesenen Rad- und Wanderwege, aber auch Veranstaltungen wie AktiBa und Piazetta sowie die vielen Sehenswürdigkeiten wie Stift, Freudenburg und das Scheunenviertel in Neubruchhausen, um nur einige zu nennen.

„Was, so was haben wir?“, sei eine sehr häufige Reaktion auf ihre Bitte gewesen, ein paar Fragen zum Tourismus- und Freizeitangebot der Stadt zu beantworten. „Gepaart mit der Aussage: ,In Bassum ist doch gar nichts los“, erklärt Netzel. Deshalb kommt die Studentin am Schluss ihrer analytischen Betrachtung zu der Handlungsempfehlung, die Kommunikation zu verbessern. Sowohl die Innenkommunikation als auch die Außendarstellung. Sie schlägt unter anderem ein „Binnenmarketing“ vor, empfiehlt Newsletter, Treffen und Informationsveranstaltungen, um so das Tourismusverständnis der Bevölkerung zu fördern. Auch der Werbeauftritt der Stadt sollte in Bezug auf den Tourismus verbessert und kundenfreundlicher gestaltet werden.

Letztlich spricht sich Netzel für die Schaffung eines weiteren Arbeitsplatzes in der Verwaltung für den Bereich Tourismus aus. Denn trotz der Stärken komme die Stadt im Vergleich zu anderen Kommunen in der Region „nur“ auf Platz drei. Vor Bassum liegen Bruchhausen-Vilsen und Syke. Diese seien mit zwei bis drei Stellen in dem Bereich personell besser ausgestattet als Bassum (halbe Stelle).

Die Arbeit der Studentin wird am 8. November ausführlich vorgestellt. Das Kulturforum erhofft sich eine rege Diskussion und ist gespannt, wie der Bürgermeister die Vorschläge bewertet. Der Talk beginnt um 11.15Uhr. Es gibt einen Getränkestand. Für Musik sorgen „Goldilocks and the Nightingale“ – Melanie Neuhöfer und Karsten Block.

Die Potenzialanalyse kann in Kürze per Link auf der Internetseite der Stadt eingesehen werden.

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