Kampagne der Stadtwerke Achim

Bassum soll Strom und Gas aus Achim bekommen 

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Vorstandssprecher Sven Feht

Bassum - „Achim“ hat in Bassum für reichlich Aufsehen gesorgt. Das Maskottchen der Achimer Stadtwerke lächelte in den vergangenen Monaten von Plakaten und veranstaltete allerlei Aktionen in der Lindenstadt.

In einem Interview berichtet Vorstandssprecher Sven Feht über die Kampagne und die Reaktionen darauf. Die Fragen stellte Julia Kreykenbohm.

Herr Feht, wie ist die Idee zu dieser Kampagne entstanden?

Sven Feht: Für unsere Kampagne in Bassum haben wir mit der Bremer Agentur red pepper zusammengearbeitet und unseren „Achim“ entwickelt. Bassum war sozusagen Achims Premiere, ein Versuch, den Stadtwerken ein Gesicht zu geben. Für die Agentur wie für uns war das etwas ganz Neues. Achim repräsentiert unsere Mitarbeiter und die Werte unseres Unternehmens. Aber er kann auch aktiv auftreten und Sachen machen, wie bemalte Fahrräder aufstellen oder Brötchengutscheine und Schokoladenosterhasen zusammen mit seinen Kollegen verteilen. Damit wollten wir gerade zu Beginn der Kampagne Erwartungen wecken und neugierig machen.

Warum haben Sie Bassum dafür ausgewählt?

Feht:

Weil Bassum ähnlich strukturiert ist wie Achim.

Wie kommen die Achimer Stadtwerke auf die Idee, ihren Strom in Nachbargemeinden anzubieten?

Feht (lacht) : Strom und Gas, darauf muss ich bestehen! Wir haben lange den Strom nur im Achimer Gebiet angeboten. Aber dann haben uns auch Kunden aus Umlandsgemeinden angesprochen, sodass der Gedanke kam, dass wir auch dort unsere Produkte anbieten könnten. Wir haben uns das sehr genau überlegt, weil es einen großen Aufwand bedeutet. Was wir nicht wollten, war ein „Schrotflintenmarketing“ – also ein Flyer, den wir möglichen Kunden in den Briefkasten werfen, auf dem steht: „Wir sind da! Willst du unser Kunde sein?“ Wir suchen die Gebiete, in die wir gehen, sorgfältig aus, weil wir wollen, dass alles passt.

Woher kommt der Strom, den Sie anbieten?

Feht: Wir kaufen den Strom zum einen am freien Markt bei Händlern. Rund 54 Prozent stammen von regenerativen Energiequellen, der weitere Mix setzt sich aus 24,4 Prozent Kohle, 14 Prozent Erdgas, 6,6 Prozent Kernenergie und der Rest von sonstigen Erzeugern zusammen. Zehn Prozent unserer Energie erzeugen wir in unserem eigenen Blockheizkraftwerk.

Welche Reaktionen haben Sie auf die Kampagne bekommen?

Feht: Sehr viele positive. Wir waren ja viel in Bassum unterwegs, zum Beispiel bei der Bäckerei Meyer wegen den Brötchengutscheinen oder auch bei anderen Unternehmen, um lokale Gewinne für das Gewinnspiel auf der Aktiba zu organisieren. Auch die Posts in sozialen Medien haben wir uns angeschaut. Besonders die Fahrräder haben für viel Aufmerksamkeit gesorgt und zu vielen Spekulationen geführt (lacht). Viele haben die Kampagne als sehr innovativ gelobt und zahlreiche Bassumer haben schon Interesse daran gezeigt, Strom und Gas von uns zu beziehen.

Ist die Kampagne damit nun beendet?

Feht: Wir teilen die Kampagne in Phasen ein: Die erste Phase „Achim kommt“ ist beendet, nun heißt es „Achim ist da“. Was als Nächstes passiert, möchten wir noch nicht verraten, um den Überraschungsmoment zu nutzen.

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