Strategie für Zukunft

Klinik Bassum: Drei neue OP-Säle und patientenfreundlicher Eingangsbereich entstehen

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Modernste Technik prägt die Ausstattung in den drei neuen Operationssälen am Krankenhaus in Bassum. Klinik-Managerin Juliane Schulze und Klinikverbund-Geschäftsführer Uwe Lorenz erläutern die Funktionen.

Es ist eine beeindruckende Zahl: Rund 3 900 stationäre und ambulante Operationen führen die Ärzte am Krankenhaus Bassum pro Jahr durch – künftig in ganz neuen Räumen: Drei neue OPs entstehen zurzeit an der Klinik und werden mit modernster Technik ausgestattet. Voraussichtlich im August werden sie in Betrieb genommen und ersetzen die bisherigen, fast vier Jahrzehnte alten Operationssäle.

Bassum - Außerdem sind zwei weitere OP-Säle geplant. „Wir stellen uns strategisch für die Zukunft auf“, betont Uwe Lorenz als Geschäftsführer der Kliniken im Landkreis Diepholz. Dazu gehört auch, so fügt Juliane Schulze als Klinik-Managerin in Bassum hinzu, die Eröffnung einer neuen und interdisziplinären Station mit 32 Betten. „Dafür suchen wir noch engagiertes Pflegepersonal“, erklärt Uwe Lorenz, und Juliane Schulze signalisiert attraktive Arbeitsbedingungen: „Die Wochenenden sind zunächst frei.“

„So bequem wie möglich machen“

Die neue Station gehöre „zum Wachstum des Hauses“, stellt Uwe Lorenz klar. Denn Ziel des Klinikverbunds ist es, mehr Patienten zu gewinnen – nicht nur durch neue Operationssäle und ein neues CT, das in Kürze angeschafft wird. Vor allem will der Klinikverbund in Bassum seinen Eingangs- und Empfangsbereich auf die Bedürfnisse der Patienten abstimmen. „Wir wollen es ihnen so bequem wie möglich machen“, betont der Geschäftsführer. Genau deshalb sollen dem Foyer am Haupteingangsbereich alle Einrichtungen angegliedert werden, die für Patienten oder deren Angehörige besonders wichtig sind. „Wer operiert werden muss, kann direkt nach der Aufnahme mit dem Anästhesisten sprechen“, nennt Uwe Lorenz ein Beispiel. Genauso kurze Wege wie zum Narkosearzt soll es zum aufnehmenden Arzt und zum Sozialdienst geben.

Moderne Restauranttechnik

Das neue Konzept sei sehr service-orientiert, so Juliane Schulze. „Es ist eine andere Philosophie“, erklärt Uwe Lorenz – und beschreibt den zentralen Gedanken bei der Umgestaltung so: „Wie hätte man es denn selber gerne?“

Anfang Juli soll der neue Eingangsbereich fertiggestellt sein. Zum neuen Konzept gehört demnach auch, den Patienten und ihren Angehörigen etwaige Wartezeiten – beispielsweise durch Notfallbehandlungen ausgelöst – so angenehm wie möglich zu machen. Dabei will der Klinikverbund moderne Restauranttechnik einsetzen. „Wir schaffen Transponder an“, erklärt der Geschäftsführer. Mit einem solchen Gerät können Patienten und Angehörige die Wartezeit in der Cafeteria verbringen, die ohnehin für alle Bürger geöffnet ist. Der Klinikverbund betreibt sie selbst und hat ihr den Namen „Mein Café“ gegeben.

Der Eingangsbereich an der Klinik Bassum wird ganz neu gestaltet. Die Maxime: Patientenfreundlichkeit. Foto: Heinfried Husmann

Wie im Restaurant gilt: Blinkt der Transponder, ist die Wartezeit beendet und der Gast – in diesem Falle der Patient – ist an der Reihe. Wartezeit-Patienten sollen ermäßigte Preise erhalten.

Das Krankenhaus Bassum ist das größte Haus im Verbund der Kliniken im Landkreis Diepholz. Es verfügt über 279 Betten – davon 110 in der Psychiatrie. Die Somatik umfasst die Disziplinen Geriatrie und Chirurgie sowie den internistischen Bereich.

Investitionspaket von rund 36 Millionen Euro

Die aktuellen Umgestaltungsmaßnahmen sind die letzten großen Bausteine in einem Konzept, das schon vor neun Jahren erarbeitet worden war und ein Investitionspaket von rund 36 Millionen Euro umfasst – inklusive Psychiatrie. Den Löwenanteil davon zahlt das Land Niedersachsen. Aber auch der Klinikverbund leiste seinen Anteil, so Uwe Lorenz. „Und natürlich der Landkreis, wofür wir sehr dankbar sind“, fügt er hinzu.

Auch an den Kliniken in Diepholz und Sulingen sowie am Standort Twistringen hat der Verbund investiert, außerdem den Küchenbereich neu organisiert. Darüber berichten wir noch gesondert.

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