Strategie steht – Impfzentrum startklar

Das neue Impfzentrum in der Klinik Bassum ist übersichtlich strukturiert.
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Das neue Impfzentrum in der Klinik Bassum ist übersichtlich strukturiert.

Nur der Impfstoff fehlt: Das Corona-Impfzentrum im Bassumer Krankenhaus ist seit neun Tagen einsatzbereit. Unter optimalen Bedingungen können 200 Menschen pro Stunde geimpft werden. Beim Ortstermin erläuterten die Klinikverbund-Geschäftsführer Uwe Lorenz und Ralph Ehring am Mittwoch gemeinsam mit Landrat Cord Bockhop sowie weiteren Beteiligten den Ablauf einer Impfung.

Bassum – Für Ralph Ehring ist es der erste Pressetermin im Klinikverbund des Landkreises Diepholz. Erst seit Kurzem ist er als Geschäftsführer im Amt. Der Landkreis als Träger hat die Geschäftsführung verdoppelt, weil Planung und Bau der Zentralklinik in den kommenden Jahren enorm viel Kraft binden.

Diesmal zeigen Uwe Lorenz und sein neuer Kollege, was der Klinikverbund in kürzester Zeit organisiert und geleistet hat: den Aufbau des Impfzentrums in der Klinik Bassum. Landrat Cord Bockhop zeigt sich beeindruckt und sieht sein Versprechen – „ein Impfzentrum vom Feinsten“ – eingelöst. Um das Zentrum barrierefrei und in gut kontrollierbarer Einbahnstraßen-Regelung aufzubauen, hat der Klinikverbund die Patienten des Geriatrie-Flügels in die Innere Abteilung verlegt. Die Leistungsfähigkeit des Krankenhauses sei dadurch nicht beeinträchtigt worden, betont Ehring.

Durch den Haupteingang geht es nun zum Zentrumsempfang. Kontaktlos und via Bildschirm können die Mitarbeiter sofort die Körpertemperatur des Neuankömmlings messen. „Wir werden vor dem Eingang noch ein Zelt aufbauen“, erläutert Geschäftsführer Uwe Lorenz gemeinsam mit Brigitte Bösch, der kaufmännischen Leiterin. Im Zelt werde dieses Messgerät künftig stehen. Mit dessen Technik lassen sich fiebrige, sprich kranke Menschen, sofort erkennen. Sie haben keinen Zutritt.

Alle anderen werden dann zur Anmeldung weitergeleitet. Dort müssen die Impfwilligen ihren Personalausweis, ihren Impfausweis und die Bestätigung ihres Impftermins vorlegen. „Die Unterlagen müssen vollständig sein“, betont Ralph Ehring. Wie bereits berichtet, will das Land die Termine über eine zentrale Servicenummer vergeben.

Die Impfwilligen erhalten ein Informationsblatt, müssen aber auch einige Standardfragen beantworten. Ältere Menschen sollten am besten vor dem Impftermin mit ihrem Hausarzt individuelle Gesundheitsfragen klären, so ein Ratschlag am Mittwoch. Während des Termins würden aber auch erfahrene Kräfte des Impfzentrum-Personals gern Fragen zum Ablauf beantworten.

Alle Stationen im Zentrum sind übersichtlich ausgeschildert. Direkt am Flur liegen die Räume für das Arztgespräch. Sechs davon hat der Klinikverbund vorsorglich vorbereitet und insgesamt 20 Impfplätze ausgewiesen: jeweils zwei in einem Zimmer, mit Sichtschutz separiert. Direkt gegenüber des bisherigen Stationsleitungsbereichs: der fensterlose Lagerraum für den Impfstoff. Er wird dreifach gesichert: Mit einem speziellen Schloss, Sichtkontrolle und mit Sicherheitspersonal. Das kontrolliert außerdem sowohl den Ein- als auch den Ausgang des Zentrums.

Nach der Impfung stehen den Bürgern zwei Aufenthaltsräume als Wartebereich zur Verfügung – einer ist mit Getränken ausgestattet und insbesondere für die Menschen gedacht, die nach der Impfung unter Anspannung stehen und eine Erfrischung brauchen. Der zweite Raum verfügt über Bildschirme, auf denen Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Corona-Impfung zu lesen sind. Vorsorglich vorbereitet hat der Klinikverbund drei Sanitätsräume – sollten Geimpfte wegen der Aufregung Kreislaufprobleme bekommen.

Über einen Seiteneingang verlassen die Geimpften die Klinik dann wieder. Landrat Cord Bockhop weist darauf hin, dass gemeinsam mit der Stadt Bassum ausreichend Parkplätze mit zügigen An- und Abfahrtsmöglichkeiten ausgewiesen werden.

„Jetzt fehlen nur noch der Impfstoff und die Passwörter für die Software“, so der Landrat. Er ist dankbar dafür, dass die mobilen Impfteams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ebenso startklar sind. Sie operieren vom Impfzentrum aus, stellen Frank Diephaus und Simon Becker vom DRK klar. Zurzeit gehen alle davon aus, dass die mobilen Teams vor der Eröffnung des Impfzentrums starten.

Dort arbeiten in Spitzenzeiten bis zu sechs Ärzte pro Schicht und bis zu 67 Mitarbeiter. Die Öffnungszeiten könnten, so Ralph Ehring, montags bis freitags flexibel gestaltet werden – je nach Bedarf. „Wir sehen das als gesellschaftliche Aufgabe für die Bürger des Landkreises Diepholz an“, so Uwe Lorenz.

Von Anke Seidel

Ein erstes Fiebermessen via Bildschirm – das erwartet die Gäste (hier Landrat Cord Bockhop) beim Empfang.
Das Impfstoff-Lager (noch leer) zeigt Klinikverbund-Geschäftsführer Ralph Ehring. Es ist mehrfach gesichert.
Wer nach der Impfung Ruhe und Erfrischung braucht, erhält auf Wunsch ein Getränk.

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