Stelter-Geschäftsführer eröffnet Messe

Präzision made in Bassum

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Dr. Christoph Westerkamp vor einer Luftbildaufnahme des Unternehmens Stelter.

Bassum - Von Burkhard Peters. Gleitet eine Limousine eines deutschen Premiumherstellers durch eine schicke Metropole irgendwo auf dieser Welt, oder dreht sich an stürmischen Küsten ein Windrad, dann ermöglicht dies sehr wahrscheinlich Technik aus Bassum. Die Firma Stelter liefert Zahnräder im Durchmesser von rund einem Zentimeter bis zu stattlichen 1,80 Meter an die Automobilindustrie, an Energieanlagenbauer und an viele andere Branchen. Vor zwei Jahren hat Dr. Christoph Westerkamp die Geschäftsleitung übernommen. Heute Nachmittag eröffnet er die AktiBa-Messe.

Den Standort Bassum schätzt der Ingenieur. „Die Verwaltung hat immer ein offenes Ohr für uns“, insbesondere auch, wenn es um potenzielle Grundstückserweiterungen für das Wachstum der Firma geht.

Derzeit expandiert das Unternehmen, vor allem wegen der großen Nachfrage aus dem Automobilsektor nach Präzisionszahnrädern made in Bassum. Erst im vorigen Jahr hat die Firma eine neue Halle eröffnet, und auch in Zukunft wird das Unternehmen wohl anbauen müssen. Mittlerweile beschäftigt Stelter rund 360 Mitarbeiter.

Der Fachkräftemangel macht auch vor dem Bassumer Betrieb nicht halt. „Es ist schwierig, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden“, sagt Westerkamp. Er muss über die Stadt und den Nordkreis hinaus um gute Frauen und Männer werben. In Sachen Personal werde die Firma Stelter auch intern nachsteuern, kündigt der Geschäftsführer an. Der Ingenieur setzt dabei auf hochwertige Fortbildung. Er denkt ebenfalls darüber nach, jungen Menschen künftig ein duales Studium im Betrieb anzubieten, um Talente zu gewinnen und vor allem zu binden.

Die Bassumer versorgen Hersteller von Getrieben für Windkrafträder und Metro-Lokomotiven, Getriebehersteller für klassische Industrieanwendungen und vor allem Autohersteller sowie deren Zulieferer mit unterschiedlichen Arten an Zahnrädern. Die Verwurzelung in der Region stärke Stelter im globalen Wettbewerb, sagt Westerkamp.

So ganz wird sich die Firma Stelter dem Trend zur Internationalisierung und dem damit steigenden Wettbewerbsdruck nicht entziehen können – wichtige Kunden produzieren zunehmend im Ausland. Der 51-jährige Geschäftsführer hofft aber, diesem Druck auch ohne eine eigenes Engagement in Übersee entgegnen zu können, denn dies sei oft sehr kostspielig und für einen Mittelständler sehr riskant. Bis jetzt jedenfalls funktioniere das globale Geschäft von der Lindenstadt aus hervorragend.

Dass er sich in Bassum so wohl fühlt, mag daran liegen, dass Westerkamp ganz aus der Nähe stammt – nämlich aus Vechta. Nach seinem Studium in Aachen und Hannover und beruflichen Stationen in der Automobilindustrie, hat es den Ingenieur wieder in seine Heimat verschlagen.

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