Kunstpädagoge bearbeitet mit Kindern Specksteine

Steine machen Spaß

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Bei der Arbeit mit Specksteinen sind der Kinderfantasie fast keine Grenzen gesetzt. Mit Bürste, Hammer und Meißel bearbeiten die Teilnehmer der Ferienkisten-Aktion die Steine ganz nach ihren Vorstellungen.

Bassum - Von Robin Grulke. Was muss man tun, um aus einem Stein ein kleines Kunstwerk herzustellen? „Du fängst einfach an, ohne zu wissen, was du machen willst!“, erklärt ein Mädchen, das neben rund 20 anderen Kindern die Liebe zum Bearbeiten von Speckstein entdeckt. Kunstpädagoge Kalle Dütschke-Sturhan von der Kunstwerkstatt Artenreich stand ihnen bei der Aktion der Bassumer Ferienkiste gestern mit Rat, Tat und lustigen Sprüchen zur Seite.

„Können Sie mir bitte helfen?“ Immer wieder klingt der Satz über den Hof von Brigitta Wortmann. Sie organisiert die Ferienkiste in Bassum und hat Dütschke-Sturhan eingeladen, um mit den Kindern die leicht formbaren Steine zu bearbeiten. Der zeigt sich barfuß und mit Verständnis für die kleinen Künstler.

„Ich rutsche immer ab“, klagt ein Mädchen. Sie will in ihren Stein eine Kerbe schnitzen, in der ein Teelicht Platz finden könnte. „Ach Quatsch“, antwortet der Pädagoge, „ich zeig’ dir das eben“. Er schnappt sich Messer und Stein, setzt die Klinge an und deutet auf die Stelle, an der ein Stück entfernt werden muss. Dann bleibt er sitzen, sieht der Kleinen beim Schnitzen zu und erzählt: „Früher haben die Steinmetze immer im Rhythmus gesungen. Dadurch konnten die das Tempo halten.“

Während Dütschke-Sturhan passende Anekdoten von sich gibt, hämmern, schleifen und schnitzen die Kinder an ihren Specksteinen herum. Einer der Jungen formt eine Piratenbucht, ein anderer einen Wasserfall und einer denkt nur an den Geburtstag seiner Oma, während er einen Stein in Herzform schleift.

Staubige Luft macht durstig

Dass die staubige Luft beim Arbeiten mit Steinen durstig macht, hat auch Brigitta Wortmann erkannt und stellt zwischendurch Wasser und Saft aus Äpfeln aus ihrem Garten bereit. „Den Becher müsst ihr euch vorher allerdings noch schnitzen. Wenn ihr Durst habt, beeilt euch“, scherzt der Kunstpädagoge. Den Kindern gefällt die lockere Stimmung merklich. Sie lachen, tratschen und merken, dass sie mit ihrem Betreuer auf einer Wellenlänge sind.

Der macht immerhin auch mal Fehler. Beim Versuch, ein teelichtgroßes Loch in einen Stein zu meißeln, spaltet er ihn aus Versehen in zwei Teile – kurz nachdem er den Kindern erklärt hatte, dass sie das Werkzeug nicht wie Hammer und Meißel nutzen sollen. Eines der Mädchen sieht die Verwunderung in Dütschke-Sturhans Augen und fragt, ob sie dann den Hammer haben kann. „Ja, kannst du haben. Ich bin jetzt frustriert“, entgegnete der Künstler mit einem Schmunzeln.

Nach rund eineinhalb Stunden kommen die Eltern wieder auf Wortmanns Hof, um die Kinder einzusammeln. Die können allesamt ein steinerndes Andenken mit nach Hause nehmen.

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