16 Interessenten

Michael Gillner berät Start-ups, die nach Bassum kommen wollen

Im September soll die neue Halle fertiggestellt sein. - Foto: Ellendt

Bassum - Von Julia Kreykenbohm. Wenn Michael Gillner Feierabend hat, hat er nicht unbedingt Feierabend. Und auch die Samstage sind nicht automatisch zum Entspannen da. Stattdessen konferiert Gillner mit Menschen, die das werden möchten, was er schon ist: selbstständige Unternehmer.

Vor knapp einem Jahr begannen die Arbeiten für eine neue Halle gegenüber der Industriestraße, in der auch Büros für die Unternehmer in spe entstehen sollen. Jetzt steht der Betreiber von Video-Arts in Kontakt mit 16 Start-up-Unternehmen, die sich vorstellen können, den Grundstein für ihren Betrieb in Bassum zu legen. „Sechs bis acht werden wohl in die engere Wahl kommen“, schätzt Gillner. 

In den Gesprächen, die er mit den Interessenten führt, versucht er herauszufinden, welche Ideen nachhaltig sind, so dass sich aus ihnen ein mittelständisches Unternehmen entwickeln kann. Der Bassumer legt Wert darauf, dass es eine Strategie und einen Business-Plan gibt. 

„Das läuft nicht nach dem Motto: ,Herr Gillner, das ist meine Idee und jetzt vermarkten Sie das mal.“ Sein Unternehmen stellt die Räume sowie die Logistik und steht auch in Marketingfragen mit Rat und Tat zur Seite, immerhin kann Gillner auf 27 Jahre Erfahrung zurückgreifen. „Da, wo es Sinn macht, wollen wir kooperieren.“

Start-Up-Unternehmer arbeiten an Apps, in der Industrie oder der Mobilfunkbranche

Und was sind das für Geschäftsleute, die sich gemeldet haben? „Die meisten sind zwischen 20 und 30 Jahren. Sie kommen unter anderem aus Bremen und anderen Städten aus ganz Norddeutschland. Sie beschäftigen sich mit Vereinfachungen für die Industrie, Mobilfunk oder entwickeln Apps.“

Bis diese Leute sich ansiedeln, wird noch Zeit ins Land gehen, da ist sich Gillner sicher. Im September soll nun erstmal die Halle fertig werden. Das Grundstück ist 10.000 Quadratmeter groß. „Aber ich sehe die Entwicklung als sehr positiv, denn wenn diese Start-ups hier herkommen, bedeutet das auch einen Mehrwert für Bassum. Diese Menschen bringen neue Ideen und es können sich Partnerschaften entwickeln.“

Sollten ein paar dieser Unternehmer sogar in Bassum bleiben, werden sie womöglich Gewerbeflächen kaufen und Mitarbeiter anstellen, die vielleicht in die Lindenstadt ziehen. Aus diesem Grund opfert Gillner nun gern etwas Freizeit. „Ich finde es sehr wichtig, diese jungen Unternehmer zu fördern.“

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