Nordwohlder freuen sich über Neueröffnung des Vergissmeinnicht

Zum Start nur Lob: „Das fehlte hier im Dorf!“

Angelika Schultze (links) hatte an ihrem Eröffnungstag alle Hände voll zu tun. Und ihre Gratulanten hoffen, dass das auch so bleibt. - Foto: Ute Schiermeyer

Nordwohlde - Von Ute Schiermeyer. Die Jalousien an den Fenstern sind endlich beiseite geschoben, die Tür steht offen und ein neues Namensschild hängt neben der Eingangstür: „Vergissmeinnicht“. Das lange Warten auf die Neueröffnung des Ladens in der Nordwohlder Dorfmitte hat ein Ende.

Pünktlich um sechs Uhr am Donnerstag hat die neue Geschäftsinhaberin Angelika Schultze die Tür ihres Dorfmarkts und ihrer Landstube aufgeschlossen und die ersten Kunden kamen herein. „Ich war angenehm überrascht, wie gut es angenommen wurde. Wo ich doch gar keine Werbung gemacht habe“, freute sich Angelika Schultze. Sie habe lediglich einen Tag vorher ein Schild an der Straße aufgestellt.

Dieses Schild zeigte Wirkung. Ganz Nordwohlde schien am Donnerstag auf den Beinen zu sein, um einen ersten Blick in das Geschäft zu werfen.

Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto strömten im Verlauf des Tages die Leute in den Dorfmarkt. Und sie waren sich einig: Der Laden ist wirklich schön geworden.

Praktisch jeder, der das Geschäft betrat, hatte ein Lob auf den Lippen. Vom knappen „Wow“ bis hin zu überschwänglich lobenden Worten war alles dabei. Marlies Tebelmann formulierte es kurz und bündig: „Ich finde es einfach toll, das Angelika Schultze den Laden wieder aufgemacht hat.“

„Das fehlte hier im Dorf“, meinte ein Brötchenkäufer und fügte hinzu, dass er den Laden wunderhübsch fände.

Viel Holz prägt die Einrichtung. Es gibt eine moderne Ladentheke aber auch viele antike Hingucker, wie eine Küchenhexe oder eine alte Kasse. Eine gemütliche Café-Ecke lädt zum Verweilen ein. Sie wird durch eine Regalwand von den „Dingen des täglichen Bedarfs“ abgetrennt. „Hier gibt es ja alles!“, stellte der elfjährige Rasmus beim Betrachten der Regale erstaunt fest.

Und es gibt noch viel mehr, als nur die Grundversorgung. Die Firmierung „Dorfmarkt und Landstube“ lässt es schon vermuten: Angelika Schultze und ihre Mitarbeiterinnen bieten Frühstück, einen täglich wechselnden Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen an.

Für den entspannten Genuss wurde im hinteren Bereich des Hauses ein Speisezimmer eingerichtet. Dort fand sich auch gleich am zweiten Tag des „Vergissmeinnichts“ eine Geburtstaggesellschaft ein.

Wie sehr sich die Menschen aus Nordwohlde und umzu über die Wiedereröffnung des Ladens freuen, zeigen die vielen Begrüßungsgeschenken. Sogar eine Kreiszeitung des Eröffnungstages in einem original Wiener Zeitungshalter für das Frühstückzimmer war dabei.

Wer im Dorfmarkt stöbert, wird überrascht sein, was es alles zu kaufen gibt. Wurst, Brot, Konserven und Getränke gehören zum alltäglichen Sortiment. Auch Drogerieartikel, Zeitschriften und Tiefkühlpizza kann man erwerben.

In einen weiteren Raum sind besondere Geschenkartikel, Wurstspezialitäten oder Bioprodukte zu finden.

Für die Kinder war es am Eröffnungstag wichtig, zu gucken, ob sie nun im Dorf auch wieder Süßigkeiten kaufen können. Können sie! Die Auswahl reicht von losen Schleckereien, die man sich für fünf Cent das Stück in Papiertüten abfüllen kann, über Schokoriegel bis hin zur „Nordwohlder Gute Laune“-Gummibärchen.

Die Geschwister Lilo und Fiete aber gingen am Donnerstag zielstrebig zur Eistruhe und suchten sich erstmal ein Eis aus. Das schleckerten sie dann genüsslich draußen vor der Tür, auf den Stufen des Dorfladens sitzend – wie es Generationen von Nordwohlder Kindern vor ihnen schon getan haben.

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