Stadt sucht Wohnraum für Flüchtlinge

Vorerst keine weiteren Mobilbauten

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Im Rathaus werden Alternativen diskutiert, wo Flüchtlinge an besten untergebracht werden können.

Bassum - Norbert Lyko, Bassums Erster Stadtrat, hat eine gute Nachricht: Für die 50 weiteren Flüchtlinge, die bis Ende September noch in Bassum ankommen werden, konnten dezentral Wohnungen gefunden werden. „Die intensive Werbung trägt Früchte.“ Doch die Freude darüber währt nicht lange. Denn Lyko ist überzeugt, dass bis zum Jahresende weitere Flüchtlinge kommen werden. Und auch diese Personen müssen irgendwo untergebracht werden. Das stellt die Stadtverwaltung, wie bereits mehrfach berichtet, vor Probleme.

Auf der Suche nach geeignetem Wohnraum müsse jede Möglichkeit zumindest diskutiert werden. Und so tauchte die Frage auf, ob mobile Raumelemente eine Alternative seien. Lyko vermeidet das Wort Mobilbauten. Aber nichts anderes sind Raumelemente. „Wir haben uns dagegen entschieden“, nennt Lyko das Ergebnis der Diskussion. Die Raumelemente würden das Fünffache von dem kosten, was die Stadt bisher zahlt.

Die Nachfrage nach Mobilbausteinen ist groß, weiß Lyko. Die Hersteller haben Lieferzeiten bis Ende Oktober, Anfang November. „Und täglich erhöhen sich die Kosten.“ Dennoch habe man sich gegen weitere Container entschieden. Die Stadt möchte weiter versuchen, die Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen. „Ich bin zuversichtlich, dass und das gelingen wird“, sagt Lyko.

Der Erfolg sei abhängig von der Bereitschaft der Bassumer, zu helfen. Vermieter sollten nicht nur leerstehende Wohnungen melden. Auch möblierte Zimmer werden gesucht.

„Die Stadt ist Mieter“, stellt Lyko klar. Heißt im Klartext: Die Miete wird pünktlich gezahlt und die Stadt kommt für mögliche Schäden auf. Wobei der Erste Stadtrat betont: „Bisher hat es noch keinerlei Beschwerden in dieser Richtung gegeben.“

Die Stadt stellt zudem eine soziale Betreuung der Flüchtlinge sicher.

Gesucht wird Wohnraum mittlerweile auch in den Ortsteilen. Wichtig sei, dass eine Bushaltestelle in der Nähe ist oder der Bürgerbus dort fährt. Möglich sei auch, den Betroffenen ein Fahrrad zur Verfügung zu stellen, um nach Bassum zu gelangen.

Die Stadt Bassum wird auch Wohnungsanzeigen aufgeben. Ansprechpartner im Rathaus sind Andreas Abelt, Tel. 04241/8431 und Anja Windhorst, Tel. 04241/8443.

al

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