Stadt investiert in Kindergärten und Schulen

1,4 Millionen Euro für Kita-Bereich

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Neues aus dem Rathaus.

Bassum - Von Frauke Albrecht. 1,4 Millionen Euro gibt die Stadt Bassum im Jahr für den Kita-Bereich aus und zwar für alle Leistungen, die über das Pflichtangebot hinaus angeboten werden. Abgezogen sind bereits Elternbeiträge, Finanzhilfen und andere Zuwendungen.

Kinder haben seit dem 1.August 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung – auf eine Vormittagsbetreuung vier Stunden lang eine ganze Woche. „Wir bieten aber viel mehr an“, sagt Bassums Erster Stadtrat Norbert Lyko. Und dieses mehr kostet 1,4Millionen Euro.

Nach Aussage Lykos wünschen sich einige Eltern aber noch flexiblere Angebote, unter anderem, dass sie ihre Kinder nur an bestimmten Tagen oder stundenweise schicken. Und nur das wollen sie bezahlen. „Die Wünsche werden wir diskutieren, aber auch unter Berücksichtigung unseres pädagogischen Ansatzes“, sagt Lyko. Die Kindergärten seien mehr als eine Aufbewahrungsanstalt. „Wir haben einen pädagogischen Ansatz“, bestätigt Bassums Bürgermeister Christian Porsch.

Derzeit würden 500 Kinder betreut – 300 in den städtischen Einrichtungen, 120 in den nicht städtischen Einrichtungen wie beispielsweise Lukas-Kindergarten oder evangelischer Kindergarten. 100 Mädchen und Jungen befinden sich zudem in der Obhut von Tageseltern.

„Aktuell bewegt uns die Frage, ob im Oktober in den Kindergärten wieder gestreikt wird“, so Lyko. Bleibt es bei der zehnprozentigen Forderung der Gewerkschaft was die Erhöhung der Gehälter für die Beschäftigten angeht, müsste die Stadt zusätzlich 250000 Euro zahlen.

Maßnahmenpaket

für die Schulen

„Wir werden darüber nachdenken, woher das Geld kommt, dabei gibt es kein Tabu“, sagt Lyko. Das heißt: Auch eine Erhöhung der Elternbeiträge sei nicht ausgeschlossen.

Im Grundschulbereich bietet die Stadt mehr, sie hält mehrere dezentrale Grundschulstandorte vor, wie zum Beispiel die Außenstelle in Nordwohlde und in Neubruchhausen.

Insgesamt würden an den Bassumer Grundschulen 550 Kinder unterrichtet. Dieses schulische Angebot soll möglichst lange gehalten werden. Die Außenstellen seien bis 2018 von der Landesschulbehörde genehmigt. Der Erste Stadtrat geht davon aus, diese Genehmigung dann verlängert wird.

Aktuell hat die Verwaltung für alle Schulen ein Maßnahmenpaket erarbeitet, um Mindeststandards sicherzustellen. Unter anderem, was die inklusive Beschulung angeht, sprich barrierefreier Zugang oder Behindertentoilette. Ebenso wurde das Thema Sicherheit (z.B. Brandschutz) untersucht. Dieses Maßnahmenpaket soll auf der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses besprochen werden. Vorher möchten Porsch und Lyko nichts über die Kosten sagen. Nur soviel: „Wir reden von einer sechsstelligen Summe.“

60000 Euro investiert die Stadt jährlich in das Niko-Projekt (Niedersächsische Kooperations- und Bildungsprojekte an schulischen Standorten). Dieses soll mit neuem Schwung versehen werden, so Lyko. Bisherige Aktionen waren unter anderem das Schulobstprojekt, Brückenjahr, Vorträge zu Erziehungsfragen, Selbstbehauptungskurse und anderes mehr.

Hintergrund:

„Bassum – viel mehr als man erwartet“, heißt der Werbeslogan, mit dem die Stadt für sich wirbt. Bassum sei eine familienfreundliche, lebens- und liebenswerte Stadt, sagt Bürgermeister Christian Porsch. Um dieses Leitbild mit Leben zu füllen, leiste sich Bassum viele freiwillige Aufgaben. In einer Serie stellen wir die freiwilligen Aufgaben vor. Vierter Teil: Schule und Kindergarten.

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