Klimawandel

Stadt Bassum stellt Geld für Klimaschutzmanager bereit

Eine Biene sitzt auf einer Blüte. Im Vordergrund ist ein Stengel.
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Es geht auch um ihr Überleben: Die Wildbienen finden in der Natur immer weniger Nahrung. Viele Gemeinden wollen deswegen mehr für den Umweltschutz tun. Wäre ein Klimamanager Bassum dabei eine Hilfe?

Bassum – In vielen Punkten tut Corona dem Klima gut. Aber Bassum grätscht das Virus in die Pläne, mit denen die Stadt das Klima schützen möchte. Denn eigentlich wollte sie sämtliche ihrer Angestellten, wie Mitglieder der Verwaltung, des Bauhofs oder der Kindergärten, in Seminaren schulen lassen, um sie für Klimaschutz zu sensibilisieren. „Dadurch sollte nicht nur ein Bewusstsein für die Thematik geschaffen, sondern auch Ziele entwickelt und umgesetzt werden“, schildert Bürgermeister Christian Porsch.

Doch durch die Pandemie fielen alle Schulungstermine ins Wasser. Und virtuell sei so etwas nicht zielführend, findet Porsch. „Dazu braucht es einen Seminarleiter, der die Leute mitnehmen und motivieren kann und das geht nur persönlich.“

Aber die Stadt ist weiterhin an dem Thema dran, versichert der Bürgermeister. Zudem soll das Klimaschutzkonzept mit Twistringen weiterentwickelt werden. Vom Tisch ist auch noch nicht, eine Stelle für einen Klimaschutzmanager zu schaffen. „Das Geld dafür ist im Haushalt eingestellt“, so Porsch.

Wenn die Mitarbeiter alle geschult worden sind, werde in der zweiten Jahreshälfte eine Art Fazit gezogen: Haben die Schulungen eine Veränderung bewirkt? Reicht das aus, was wir bisher tun? Falls die Antwort nein lautet, könne darüber gesprochen werden, ob ein Klimaschutzmanager eingestellt werden soll. „Denn das machen wir nur, wenn es auch konkret etwas bringt“, so Porsch. Es gibt auch die Idee, sich diese Stelle quasi mit Twistringen zu teilen, so wie man sich bereits den Flüchtlingssozialarbeiter mit Syke teilt.

Grüne stellte schon 2019 einen Antrag für einen Klimaschutzmanager

Einen Klimaschutzmanager einzustellen, wäre ganz im Sinne der Grünen, die 2019 dafür einen Antrag gestellt hatten (wir berichteten). Eike Sellmer hielt damals im Ausschuss ein eindringliches Plädoyer für die Schaffung einer solchen Stelle: „Unser Antrag ist eine logische Folge unseres Grundsatzprogramms. Wir brauchen Unterstützung und Hinweise auf Alternativen. Ein Klimamanager wird dabei helfen. Es wäre eine hauptamtliche Stelle, bei der Verwaltung und Bürger Rat und Hilfe finden.“

Sellmer war es auch, die auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen anmerkte, dass im Haushalt 2021 die „grünen Themen“ kaum berücksichtigt würden. „Der Schwerpunkt liegt im sozialen Bereich, wie der Neubau der Kita in Bassum, der der Krippe in Bramstedt und der Attraktivierung des Naturbads. Und das ist auch richtig“, betonte Sellmer Aber: „Die Klimakrise wartet nicht, bis die Corona-Krise überwunden ist. Wir müssen uns anstrengen, dagegen etwas zu tun.“ Und genau diese Anstrengung vermissen die Grünen in der aktuellen Planung für dieses Jahr.

Auf die Bemerkung von Bärbel Ehrich (SPD), die Grünen mögen Anträge zu den Themen einreichen, die sie vermissten, verwies Sellmer auf ihren Antrag für einen Klimamanager, der damals mit großer Mehrheit abgelehnt worden war. „Da brauchen wir schon einen gemeinsamen Willen.“

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