Kommune hat in den vergangenen Jahren rund 1,7 Millionen Euro investiert

Stadt Bassum leistet sich zwei Bäder

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Bassum leistet sich neben dem Hallenbad auch das Naturbad am Klosterbach.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Bassum leistet sich zwei Bäder, ein Naturbad und ein Hallenbad. „Das können nicht viele Kommunen von sich behaupten“, sagt Bassums Erster Stadtrat Norbert Lyko. In den vergangenen Jahren hat die Stadt rund 1,7 Millionen Euro an Investitionen in die Bäder gesteckt. Das sind freiwillige Leistungen, betont Lyko.

Der Politik sei es wichtig, diese Angebote vorzuhalten, obwohl die Einrichtungen stark defizitär arbeiten. Die Ausgaben seien wesentlich höher als die Einnahmen. Nach Aussage von Kämmerin Anke Schulz betragen allein die laufenden Kosten für die Bäder 500000 Euro im Jahr.

Aber das Angebot würde angenommen. „Das zeigen die Besucherzahlen“, sagt Lyko. Im Hallenbad, das übrigens pünktlich am 15.September wieder öffnen wird, zählen die Mitarbeiter pro Saison 70000 Badegäste. Im Naturbad sind es deutlich weniger, etwa 10000 zahlende Besucher. Das liegt nicht zuletzt an der Witterung. Da das Bad nicht beheizt ist, braucht es einige Zeit, bis das Wasser eine angenehme Badetemperatur erreicht.

Dafür kann sich die Wasserqualität sehen lassen – das Wasser ist glasklar und wird gänzlich ohne Chemie aufbereitet. Und auch das Außengelände lädt zum Kurzurlaub ein. Es gibt eine große Liegewiese, ein Beachvolleyballfeld und auch die Möglichkeit, Tischtennis zu spielen. Vergnügen bereiten der Sprungfelsen und eine breite Rutsche.

Pächter Oskar Braun ist nicht unzufrieden mit dem Verlauf der Saison. Einzig das Wetter nervt ihn – und die Fragen nach den Besucherzahlen. „Sie können so ein Bad nunmal nicht mit einem normalen, temperierten Freibad vergleichen“, sagt er. Was allerdings auch niemand macht. Schon gar nicht die Politik. Vor ein paar Jahren erst, wurde die große Doppelrutsche angeschafft, um die Attraktivität zu erhöhen.

Neben den Bädern unterhält die Stadt Bassum weitere Sportstätten – diese bleiben übrigens von der aktuellen Haushaltssperre unberührt. Nach Aussage der Kämmerin Anke Schulz gibt es sechs Sporthallen sowie Sportplätze in acht Ortschaften. Die laufenden Kosten für Unterhaltung belaufen sich insgesamt auf 470000 Euro im Jahr.

50000 Euro im Jahr für Stadtsportring

In Kürze kommt eine weitere Halle hinzu, in Nordwohlde wird gebaut (wir berichteten). Laut Erstem Stadtrat Lyko sind außerdem Gelder für einen weiteren Platz in der mittelfristigen Planung berücksichtigt. 50000 Euro bekommt der Stadtsportring jedes Jahr für die Vereinförderung. Davon sollen 15000 Euro für die Jugendförderung verwendet werden.

„Alles in allem ist das in unseren Augen viel, was wir bieten“, so der Erste Stadtrat. Nach den Gründen gefragt, verweist Lyko auf die positiven Aspekte der Sportförderung: Sport sei nicht nur eine integrative Kraft, sondern auch eine gemeinschaftsbildende und gesundheitsfördernde Kraft.

Alle Sportplätze und -hallen – bis auf die alte Halle am Bassumer Schützenplatz – seien auf Stand. Die alte Halle müsse dringend saniert werden, heißt es. Diese Maßnahme war ursprünglich für dieses Jahr vorgesehen, wurde auf 2016 verschoben. Geschätzte Kosten: 490000 Euro.

Hintergrund: „Bassum – viel mehr als man erwartet“, heißt der Werbeslogan, mit dem die Stadt für sich wirbt. Bassum sei eine familienfreundliche, lebens- und liebenswerte Stadt, sagt Bürgermeister Christian Porsch. Um dieses Leitbild mit Leben zu füllen, leiste sich Bassum viele freiwillige Aufgaben.

Porsch: „Da geht es um die Lebensqualität.“ Die Kommunalpolitik entscheidet im Rahmen des Budget-Rechts, ob es diese Angebote gibt und wie diese ausgestaltet werden sollen. In einer Serie stellen wir die freiwilligen Aufgaben vor. Zweiter Teil: Sportbereich.

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