Ausschuss berät Gruppenbelegung in Kitas

Sprachförderung steht im Fokus

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Symbolbild

Bassum - Von Frauke Albrecht. Die Nachfrage nach Krippenplätzen in Bassum ist groß und auch die Kindergärten sind fast alle ausgelastet. Die Stadt weiß das und ist dabei, Abhilfe zu schaffen.

Bis zum Kitajahr 2018/2019 werden zwei zusätzliche Krippengruppen geschaffen, in Nordwohlde und Neubruchhausen. Danach soll eine Krippengruppe in Bramstedt angebaut werden. Generell wird ein weiterer Bau einer Kita in Bassum überlegt. Auch die Lukas-Schule plant, wieder in den Kita-Bereich einzusteigen. Im Herbst soll eine Ü3-Gruppe starten. „Wir führen derzeit Gespräche“, gab Erster Stadtrat Norbert Lyko am Donnerstag im Ausschuss für Soziales und Familie bekannt.

Eine Alternative: Tagesmütter

Auf der Tagesordnung stand die Belegung der Gruppenangebote in den städtischen Kitas für das kommende Kindergartenjahr. „Wir konnten nicht alle Wünsche der Eltern berücksichtigen“, so Lyko.

Die Verwaltung habe aber in enger Zusammenarbeit mit den Kita-Leitungen Vorschläge erarbeitet, wie eine zufriedenstellende Lösung aussehen könnte. Der Ausschuss lobte die gute Vorarbeit und stimmte den Vorschlägen und den Mehrkosten zu.

In der Krippe können neun Kinder nicht berücksichtigt werden. Alternative seien Tagesmütter.

Der Rentei-Kindergarten ist bereits ausgebucht. Auf der Warteliste stehen zehn Kinder. Diese müssen in die städtischen Angebote wechseln.

In Nordwohlde sind noch zwei Plätze frei. In Bramstedt hat sich die Situation durch den zusätzlichen Gruppenraum entspannt. Auch dort sind noch Plätze frei.

Sprachfachkräfte in mehreren Kitas eingesetzt

Im Kinder-Reich sei die Kapazitätsgrenze für Kinder über drei Jahren erreicht. Als besonders herausfordernd bezeichnete Lyko dort die Nachmittagssituation. 20 Kinder der Gruppe haben Migrationshintergrund. „Aus diesem Grund ist eine weitere Erzieherin mit möglichst entsprechenden Fremdsprachenkenntnissen erforderlich.“ Diese Stelle wird bezuschusst – vom Landkreis. Das Ganze nennt sich Förderung zur Verbesserung der Qualität in Kitas (QuiK).

Nach Aussage Lykos haben alle städtischen Kitas den Zuschlag bei der Förderung Sprach-Kita erhalten – Kinder-Reich erneut, nun auch Neubruchhausen und Bramstedt. Das Projekt fördert Kinder mit besonderem Sprachbedarf, bezuschusst wird eine Sprachfachkraft mit jährlich 25.000 Euro (19,5 Stunden). Der kommunale Träger beteiligt sich. Die Förderung wird bis 2020 gewährt.

„Wir müssen schnell handeln“

Das Haus der kleinen Füße in Neubruchhausen bekommt ebenfalls Verstärkung. Da der Frühdienst verstärkt nachgefragt wird, ist eine zweite Erzieherin notwendig, ebenso im Hort, da die Gruppe von 12 auf 20 Plätze aufgestockt werden soll.

Lyko ist optimistisch, entsprechendes Personal zu bekommen. „Wir müssen schnell handeln.“ Denn alle Kommunen und Träger würden derzeit kompetentes Personal suchen.

Erhöht wird auch die Zahl derer, die ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten wollen – von neun auf zehn Plätze.

In allen drei städtischen Kindergärten soll es eine Video-Interaktions-Begleitung geben. Mit Hilfe von Videobildern soll das eigene berufliche Handeln und Verhalten reflektiert und analysiert werden. Das Projekt wird vom Kreis gefördert. Der Ausschuss stimmte den Mehrkosten zu – 51000 Euro netto.

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