Helmuth Kirch macht Spendentour

Für den guten Zweck zu Besuch in Bassum

Helmuth Kirch ist bereit für die Reise und hofft auf viele nette Gespräche.
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Helmuth Kirch ist bereit für die Reise und hofft auf viele nette Gespräche.

Helmuth Kirch will für den Bundesverband Kinderhospiz Spenden sammeln und macht dafür eine Tour mit seinem Traktor nach St. Peter. Seine erste Station auf der Reise ist Bassum.

Bassum – Nicht mehr lange. Dann sattelt Helmuth Kirch aus Flögeln (Geestland) seinen Massey Ferguson und macht sich auf eine über 800 Kilometer lange Reise, mit insgesamt acht Stationen. Und die erste davon ist Bassum. Dort will er am kommenden Samstag, 12. Juni, mit seinem restaurierten Traktor auf dem Schützenplatz am Tierpark anhalten, einen kleinen Pavillon aufbauen und den Menschen die Arbeit des Bundesverbandes Kinderhospiz vorstellen.

Und richtig klasse wäre es, wenn der eine oder andere dann noch eine kleine Spende für den Verband geben würde, der etwa 50 000 Kinder und Jugendliche betreut. Denn genau deswegen unternimmt Kirch die Reise, die ihn nach St. Peter im Hochschwarzwald führen wird.

Erste Erfahrungen bereits gesammelt

„Ein bisschen aufgeregt bin ich schon“, gesteht der 66-jährige Rentner und lacht. Dabei hat er bereits Erfahrung mit solch einer Traktor-Reise. Im vergangenen Jahr hat er schon einmal eine unternommen. Das Ziel: Die Eiffel, wo er ursprünglich herkommt. Der Hintergrund: Spenden sammeln für den Verein „Lebensraum Kind“ in Geestland.

„Diese Einrichtung nimmt schwerkranke Kinder in Obhut und kümmert sich um sie, damit ihre Eltern einmal durchatmen können“, schildert Kirch. Ein tolles Projekt, das in seinen Augen Unterstützung verdient. „Ich habe selber als Küchenleiter in einem Hospiz gearbeitet und mitbekommen, was da geleistet wird. Es war sehr beeindruckend. Außerdem geht es uns gut, meine Kinder waren immer gesund – ich wollte etwas zurückgeben.“

Also stieg er auf seinen Oldtimer-Traktor, und machte sich mit 20 Stundenkilometer auf den 500 Kilometer langen Weg. Zehn Tage hat er insgesamt dafür gebraucht.

Am Samstag kommt Kirch nach Bassum

Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Rund 1 500 Euro kamen an Spenden für seine Tour zusammen. „Es war eine gute Erfahrung, ich habe tolle Sachen erlebt“, erinnert sich Kirch. „Aber natürlich war es auch eine Grenzerfahrung. Wenn man über längere Zeit nur durch Regen fährt, geht das schon an die Substanz. Aber an Abbruch habe ich nie gedacht. Ich habe auch viel positives Feedback für die Fahrt bekommen.“

Nun hofft Kirch, dass er auch in Bassum auf nette, offene Menschen treffen wird, die erste Station auf seiner Reise in den Hochschwarzwald. „Ich werde morgens gegen 5 Uhr starten, um gegen 13 Uhr dort zu sein. “

Vor Kurzem hat er der Lindenstadt schon mal einen Besuch abgestattet, um sich umzuschauen.

Einen ersten positiven Kontakt hat er dabei schon geknüpft. „Ich habe gleich die Einladung bekommen, auf einem Hof in Groß Ringmar zu übernachten“, freut sich Kirch.

Übernachten im Pferdeanhänger

Schlafen wird er übrigens in einem Pferdeanhänger, den er hinter seinen Traktor koppelt. Zurzeit macht er den fit für die Reise. „Ich lege ihn mit Teppich aus, dann kommt mein Bett rein, Genügend Wasser, Gaskocher, Klamotten, was man eben so braucht.“

Insgesamt hat er für die Tour 18 Tage eingeplant. Doch warum reist er eigentlich per Traktor? „Meine Eltern hatten eine kleine Landwirtschaft, mit Traktor. Das Fahrzeug hat mich schon immer fasziniert. Aber erst als Rentner konnte ich mir diesen Wunsch erfüllen – aber auch nur deshalb, weil meine Tochter einen Traktor für ihren Reitbetrieb brauchte, bei dem meine Frau und ich sie unterstützen.“

Die Anregung, für den Hospizverband zu fahren, bekam Kirch übrigens von einer Familie, die in St. Peter, seinem Zielort, lebt und ihn über eine Oldtimer-Traktor-Gruppe angeschrieben. Diese Familie hat vor etwa fünf Jahren ihre 16-jährige Tochter verloren und in den schweren Phasen mehrmals ein Kinderhospiz in Anspruch genommen. „Ich wurde gefragt, ob ich meine Spendentour für den Bundesverband Kinderhospiz machen möchte. Ich habe mich informiert und war überzeugt davon“, betont Kirch.

Alles fertig für die Tour: In diesem Bett wird Helmuth Kirch nächtigen.

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