Drahtesel werden für den Straßenverkehr fit gemacht / Neues Domizil noch ohne Heizung

Spenden an die Fahrradwerkstatt

Stefan Seltmann (links), Pit Rodenberg (rechts) und die Helfer freuen sich, dass die WIB-Mitglieder Detlef Volke (2.v.r.) und Jürgen Donner (3.v.r.) aus Spendengeldern 15 verkehrssichere Gebrauchträder erworben und diese der Fahrradwerkstatt zur Verfügung gestellt haben. - Foto: Büntemeyer

Bassum - Von Heiner Büntemeyer. Ziemlich regelmäßig treffen in der Bassumer Fahrradwerkstatt an der Bürgermeister-Bernhard-Straße Spenden von Bürgern ein, die von der Gruppe „Willkommen in Bassum (WIB)“ gesammelt werden. Meistens handelt es sich um gebrauchte Drahtesel oder Fahrrad-Ersatzteile. Manchmal ist auch Werkzeug und Geld dabei.

Pit Rodenberg, der mit Stefan Seltmann und einigen weiteren Mitarbeitern die Fahrradwerkstatt leitet, berichtet: Innerhalb eines Jahres seien 260 Fahrräder gegen einen symbolischen Preis an Bedürftige abgegeben worden. Die Zahl der gespendeten alten Räder ging aber zurück.

Die Ehrenamtlichen kommen indes mit den Reparaturarbeiten an den Rädern kaum nach, obgleich sie inzwischen von einigen Flüchtlingen unterstützt werden. In der jüngsten Vergangenheit habe es einen regelrechten Ansturm auf Gebrauchträder gegeben. Daher freut Rodenberg sich, dass die beiden WIB-Mitglieder Jürgen Donner und Detlef Volke beim Barnstorfer Fahrradhändler Bobrink 15 gebrauchte, aber noch immer verkehrssichere Fahrräder gekauft haben, die von den Geldspenden bezahlt werden konnten.

Die Fahrradwerkstatt, die der WIB angegliedert ist, verfügt dank vieler Spenden inzwischen über eine gut ausgestattete Werkstatt und ein großes Ersatzteillager. Leider mussten sie ihr bisheriges Domizil aufgeben und haben jetzt an der Bürgermeister-Bernhard-Straße 6 ein neues Quartier gefunden. Sie sind der Kirchengemeinde dankbar dafür, dass sie die Räume nutzen dürfen, zumal es sich um einen sehr guten Standort handelt, auch wenn der Platz eigentlich zu eng ist. Das Hauptproblem ist jedoch, dass diese Räume nicht beheizt sind. „Da müssen wir noch eine Lösung finden“, sagt Rodenberg. Noch kann einiges auf dem Hof vor der Werkstatt erledigt werden, aber eigentlich dürfe es nicht kälter werden.

„Theoretisch könnten wir hier jeden Tag stehen“, berichtet Seltmann, denn die Gruppe gibt kein einziges Rad an die Erwerber weiter, das nicht verkehrssicher ist. Zusätzlich erhält jeder Käufer einen Fahrradpass mit allen wichtigen Daten über das Rad. Dieses Dokument dient als Nachweis dafür, dass es rechtmäßig erworben wurde und jederzeit auch wieder identifiziert werden könnte.

Die Fahrradwerkstatt ist freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. In dieser Zeit können dort gebrauchte Fahrräder abgegeben werden, auch wenn sie nicht nicht mehr verkehrssicher sind.

Zwischen 16 und 17 Uhr werden die Drahtesel dann an die Flüchtlinge ausgeliefert.

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