Historische Rallye Bremen Oldtimer Classics macht in Bassum Station

Spektakel auf der Kartbahn

Motorsportexperte Wolfgang Rother kommentiert das Geschehen auf der Bassumer Kartbahn während ein Volvo Amazon gekonnt die regennasse Kurve nimmt. - Foto: Ulf Kaack

Bassum - Von Ulf Kaack. So ein großes Oldtimerspektakel hat die Lindenstadt noch nicht gesehen: Exakt 166 toprestaurierte Automobilveteranen machten am Samstag für drei Stunden Station auf der DWA-Racing-Outdoor-Kartbahn im Rahmen der 19. Bremen Oldtimer Classics.

Zu sehen gab es so ziemlich alles, was das Herz eines benzininfizierten Automobilfreaks höher schlagen lässt: Alfa Romeo, Rolls Royce, Ferrari, fette Ami-Schlitten und nahezu alle Modelle aus den Produktionsreihen von Mercedes-Benz, Porsche und BMW. Chromglänzende Sport- und Luxuskarossen waren ebenso zu sehen wie Klassiker aus der Zeit des Wirtschaftswunders. „Ich habe mal den Wert der Oldtimer über den dicken Daumen hochgerechnet“, erklärt Jörg Wasmuth, Betreiber und Eigentümer der Kartbahn. „Zwischen 80 und 100 Millionen Euro teures altes Blech hat hier auf dem Gelände gestanden.“

Die Bremen Oldtimer Classics ist die größte Rallye für historische Automobile in Norddeutschland. Gestartet wurde sie am Samstagvormittag auf dem Bremer Marktplatz. Über Oyten, Verden, Martfeld und Neubruchhausen fuhr der Korso bis nach Bassum. Auf der gesamten Distanz tickte die Uhr, die Zeit wurde mehrfach gemessen. Vorgabe war eine gleichmäßige Geschwindigkeit von 37 Stundenkilometern.

Auf der DWA-Racing-Outdoor-Kartbahn tauschten die Rallye-Teilnehmer ihre Oldtimer gegen 13 PS starke Rennkarts vom Typ Honda 390. Damit mussten sie eine Gleichmäßigkeitsprüfung mit einer exakten Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern absolvieren. Bei den vielen engen Kurven auf der Piste eine nicht ganz einfache Aufgabe. Im zweiten Durchgang war dasselbe Wettkampfszenario mit den Oldtimern zu meistern. Für die Sicherheit am Pistenrand sorgte ein ehrenamtliches Team vom Bassumer Roten Kreuz. Kommentiert wurde das Szenario von dem bekannten Motorsportexperten Wolfgang Rother.

„Es war ein anspruchsvolles Fahren unter nassen Bedingungen auf dem Asphalt“, so Jörg Wasmuth. „Alle Teilnehmer haben die Prüfungen mit Bravour gemeistert. Klasse, dass auch einige Damen am Steuer waren.“

Über Twistringen, Nordwohlde und Sudweyhe ging es mit den Oldtimern anschließend zum Bremer Mercedes-Werk, wo die Teilnehmer auf der Teststrecke ihr letztes Zeitfahren absolvierten. Dort entpuppte sich die Steilkurve als eine echte Herausforderung für viele Fahrer. Die Rallye endete mit einem Korso durch die Bremer Obernstraße.

19. Bremen Oldtimer Classics rund um die Hansestadt

„Alles ist hervorragend gelaufen, Unfälle hat es nicht gegeben“, bilanzierte Andrè Weissmann, einer der Organisatoren der Bremen Oldtimer Classics. „Zwei Fahrzeuge sind mit technischen Defekten liegengeblieben, aber das ist eine geringe Quote angesichts des großen Starterfeldes.“

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