Anfrage an die Verwaltung gestellt

SPD: Lässt sich Förderung von Kunstrasenplätzen realisieren?

Der geplante Kunstrasenplatz in Bassum steht weiterhin in der Diskussion.

Hinsichtlich der Diskussion um ein geplantes Verbot von Kunststoffrasenplätzen durch die EU, das nach der Vorlage durch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) in erster Linie solche mit Granulat verfüllten Anlagen beträfe, stellt sich der Bassumer SPD nach der Entscheidung durch den Rat die Frage, „ob sich unter diesen Bedingungen wirklich Förderungen für Kunststoffrasenplätze realisieren lassen“. Schließlich kämen die Fördermittel ebenfalls von der EU.

Bassum - Zur Erinnerung: Der Rat hatte am 25. Juni beschlossen, dass im Jahr 2020/2021 der Naturrasenplatz „B“ in einen Kunstrasenplatz mit Flutlichtanlage umgewandelt werden soll. Bedingung ist, dass die Gesamtkosten mit einer Beteiligung in Höhe von 63 Prozent durch Fremdmittel gedeckt werden.

Die Vorlage der ECHA betreffe laut SPD in erster Linie den Granulatunterbau, aber die kork- oder sandgestützten Anlagen seien ebenfalls nicht frei von mikropartikulärem Abrieb. Deshalb hat die Fraktion nun eine Anfrage an die Verwaltung gestellt. „Wie groß sind unter diesen Bedingungen die Möglichkeiten zur Förderung?“, heißt es darin.

Weiter wird angeregt: „Bevor auch nur ein Euro für dieses in unseren Augen bekanntermaßen sinnlose Projekt ausgegeben wird, sollten die Fördermöglichkeit intensiv erörtert und verbindliche Zusagen eingeholt werden.“

Fördermittel: ja oder nein?

Diese Überlegungen hätte die Verwaltung selbstverständlich im Vorfeld berücksichtigt, sagt Bassums Erster Stadtrat Norbert Lyko auf Anfrage. Er geht davon aus, dass ein mögliches Verbot lediglich die granulatverfüllten Anlagen betrifft. „Diese sind für uns, auch aus nachhaltigen Gründen, gar nicht erst in die engere Betrachtung gekommen“, erinnert Lyko an die umfangreiche Beschlussvorlage. Nach intensiver Beratung inklusive mehrerer Besichtigungen, unter anderem in Hamburg, hatte sich die zuständige Arbeitsgruppe für eine Sandverfüllung entschieden. Genauer gesagt wurde die „texturierte Faser mit der ausschließlichen Sandverfüllung“ vorgeschlagen – und fand im Rat eine Mehrheit.

Lyko geht davon aus, dass das Verbot der EU nicht für diese Art der Verfüllung gelte. „Selbstverständlich werden wir aber vor der Antragstellung auch das noch einmal geschäftsmäßig prüfen“, erklärt er. Der Antrag auf Fördermittel muss spätestens bis zum 15. September 2019 gestellt werden. In Frage kommt der EU-Topf „ZILE“. Das steht für Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung. 

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