Sozialpädagogin Elsbeth Ruholl füllt den Begriff Familienzentrum Bassum mit Leben

Elterntreff, Hebammen-Flyer und Themencafé

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Elsbeth Ruholl hat ihr Büro im Mütter-Kinder-Zentrum an der Alten Poststraße.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Aus manchem gravierenden Problem wird eine Nichtigkeit – vor allem dann, wenn Eltern merken, dass es anderen ähnlich geht. „Mütter und Väter müssen im Alltag unzählige Entscheidungen treffen, banale und bedeutsame. Da wünschen sich viele den Austausch mit anderen“, weiß Elsbeth Ruholl vom Familienzentrum in Bassum. Die Sozialpädagogin kommt dem Wunsch nach und bietet ab Mittwoch, 13.Januar, regelmäßig einen Elterntreff an. Damit dieser auch Berufstätigen offen steht, hat sich die 52-Jährige für die Abendstunden entschieden. Beginn ist um 20 Uhr in den Räumen des Mütter-Kinder-Zentrums an der Alten Poststraße.

Eingeladen sind Eltern von drei- bis zehnjährigen Kindern. Sie können sich in allen Belangen rund um den Erziehungsalltag austauschen, Kontakte knüpfen und Ideen weitergeben. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Termine sind der 10. Februar und 9. März, dann fortlaufend alle 14 Tage mittwochs.

Elsbeth Ruholl ist seit neun Monaten damit beschäftigt, dem Begriff Familienzentrum Leben einzuhauchen. Ihr Büro befindet sich im Mütter-Kinder-Zentrum. Diese Kooperation sei bewusst gewählt worden. „Und diese Zusammenarbeit ist einfach wunderbar“, schätzt Elsbeth Ruholl die gegenseitige Bereicherung.

Erster Termin

am 13. Januar

In den Räumlichkeiten der ehrenamtlichen Einrichtung geht es lebhaft zu, zum einen durch das Familiencafé, aber auch wegen der Kindergruppen, die sich dort regelmäßig treffen. „Das macht es mir und den Ratsuchenden leichter, Kontakte zu knüpfen“, sagt Ruholl. Die Beratung würde gut angenommen.

Die vergangenen Monaten hat sie zudem genutzt, um sich möglichst vielen vorzustellen. „Ich war bei der AktiBa, beim Tag der Regionen und beim Oktoberfest, ich war bei der Tafel, bei WiB und habe viele Elternabende der städtischen Kindergärten besucht.“

Auf einige Anregungen hat sie bereits reagiert und Themencafés angeboten. Regelmäßig mittwochs (vierzehntägig) können sich Eltern von 10 bis 11 Uhr im Familiencafé über verschiedene Themen informieren. Der nächste Termin ist der 13. Januar. Dieses Mal geht es um „Krippe, Kita, Hort“. Britt Merdon und Matthias Mondorf aus dem Kinder- und Familienservicebüro informieren über die verschiedenen Möglichkeiten der Betreuung, über Kosten und Förderung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am 27. Januar steht das Thema „Kindertagespflege – Betreuungsform und Beschäftigungsmöglichkeit“ auf dem Programm. Gastreferentinnen sind Claudia Eichberger von den Tagesmüttern und Angela Purps vom Fachdienst Jugend.

Im Februar möchte Elsbeth Ruholl die Entwicklung im ersten Lebensjahr ansprechen. „Viele Eltern sind manchmal beunruhigt, dass ihre Kinder bestimmte Dinge noch nicht können“, weiß die Sozialpädagogin aus Erfahrung. „Es gibt Tricks und Tipps, Kinder zu fördern, ohne sie zu überfordern. Wir möchten mit diesem Angebot Eltern in ihrer Rolle bestätigen und ihnen ein gutes Gefühl geben.“

Sie hat noch viele weitere Ideen, die sie nach und nach im Rahmen ihrer 20-Stunden-Tätigkeit umsetze möchte. So arbeitet sie derzeit an einem Flyer, der die Angebote der Hebammen vor Ort auflistet. Das Faltblatt soll im Februar ausliegen.

Außerdem hat Ruholl die Idee, Freizeitangebote für Familien zu schaffen. Und sie möchte die Räumlichkeiten des Mü-Ki-Ze auch an den Wochenenden mit Leben füllen. Wünschenswert wäre eine angeleitete Stillgruppe. Bei allen guten Ideen dürfe aber die Machbarkeit nicht aus den Augen verloren werden. Ruholl: „Ich habe die Finanzierung im Blick, muss prüfen, ob es Zuschüsse oder Ehrenamtliche gibt, das Projekt langfristig betreuen können.“

Telefonisch ist Elsbeth Ruholl unter 04241/8448 zu erreichen.

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