Nun sind doch alle zufrieden

Sporthalle in Nordwohlde offiziell eingeweiht

Bürgermeister Christian Porsch (links) weiht die neue Turnhalle vor den Besuchern ein. - Foto: Robin Grulke

Bassum - Von Robin Grulke. „Ich werde versuchen, davon Gebrauch zu machen. Das kann ich gebrauchen!“ Mit diesen scherzhaften Worten weihte Bassums Bürgermeister Christian Porsch am Freitag die neue Sporthalle in Nordwohlde ein. In der rund 1400 Quadratmeter großen Halle können Sportbegeisterte künftig laufen, schwitzen – und sich unter den Duschen wieder abkühlen. All das nach einem Jahr Bauzeit für 1,75 Millionen Euro.

„Zwar ist heutzutage in allen Kommunen Sparen angesagt, doch das darf nicht bedeuten, wichtige kommunale Aufgaben zu vernachlässigen, zu denen die Sportförderung fraglos zählt“, sprach Porsch vor den vollen Tribünenrängen – die übrigens vollautomatisch aus- und einfahrbar sind.

Keine Elbphilharmonie: die Kosten blieben im veranschlagten Rahmen

Wie sinnvoll und notwendig die neue Halle ist, zeigt laut Porsch bereits eine lange Liste von Bewerbern um eine Hallenzeit, darunter natürlich auch die Dorfbewohner. „Wir Nordwohlder dürfen uns freuen, künftig vor der Haustür Sport zu machen“, sagte Ortsvorsteherin Birgit Kattau. „Mit Sport lernen wir Teamgeist, Gewinnenwollen und Verlierenlernen.“ Sie wünscht sich, dass sich die Halle bald ins Nordwohlder Bild einpasst.

Die Dorfbewohner haben sich das Gebäude bereits ein Jahr lang ansehen können, zumindest in Teilen. Seit Juni 2016 war es in der Bauphase, die vor Kurzem für beendet erklärt wurde. „Das hier ist kein Berliner Flughafen oder eine Elbphilharmonie“, sagte Heinz Mohrmann, Vorsitzender des Stadtsportrings. Damit meint er, dass die Baukosten so geblieben sind wie im Vorfeld veranschlagt – die Bauzeit war minimal länger als geplant. Außerdem „setzt die Stadt damit ein deutliches Signal, dass eine Entwicklung im Bereich Sport möglich ist“.

So scheint die Halle nun für alle ein Segen zu sein. Bevor das Ergebnis allerdings sichtbar war, war das Bauvorhaben noch ein Aufregerthema unter den Anwohnern, besonders bei denen aus der Rolandstraße. Zu laut, zu viel Verkehr, und die Rolandstraße sei keine geeignete Zufahrt für den Andrang, den eine solche neue Halle bei Sportbegeisterten auslöse. Nun ist der Gelände von einem Lärmschutz aus begrünter Erde umringt. Bei der Einweihung schienen alle Besucher zufrieden mit Nordwohldes neuester Attraktion.

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