Siebtklässler der Lukas-Schule machen Praktikum bei den Landesforsten

Harter Einsatz im Wald

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Elias und Tristan halten mit acht Metern Rinde den Tagesrekord.

Bassum - Elias und Tristan halten stolz ein etwa acht Meter langes Stück Rinde in die Höhe. Es ist der Rekord des Tages, den die beiden Gymnasiasten der Bassumer Lukas-Schule beim Schälen des Fichtenstammes mit dem Schäleisen in einem Stück abgetrennt haben. Bei ihrem Praktikum in der Lüneburger Heide unterstützen sie Forstwirt Axel bei der Bekämpfung des gefährlichen Borkenkäferbefalls im Naturschutzgebiet.

Die beiden sind nicht allein im Wald tätig. Gemeinsam mit 28 anderen Siebtklässlern der Realschule und des Gymnasiums absolvierten sie einen zweiwöchigen Jugendwaldeinsatz bei den Niedersächsischen Landesforsten.

An den Vormittagen begleiten die 13- bis 14-jährigen Jugendlichen die Forstwirte zur Arbeit in den Wald. Sie sind vor allem im Naturschutz, aber auch im Forst eingesetzt.

„Die Jugendlichen lernen nicht nur im Wald, sondern werden auch an ihre Grenzen geführt. Sie überwinden Muskelkater, Müdigkeit, Heimweh und kleinere Zwistigkeiten untereinander und die Unannehmlichkeiten von Insektenstichen und teilweise regnerischem Wetter. Dabei wachsen sie untereinander zu einem Team zusammen“, schreibt die Pressesprecherin der Schule, Elena Lenk, in einer Mitteilung.

Luisa, Nele, Anna, Mattis und Marlon müssen im dichten Unterholz mit langen Astscheren die jungen Buchen freischneiden, die sonst von schneller wachsenden Büschen und Brombeeren überwuchert werden. Gar nicht so einfach, zwischen all den Blättern und anderen Ästen den richtigen Ast zu erwischen und nicht etwa eine der kostbaren kleinen Buchen zu „köpfen“.

Ein anderes Team fährt mit Forstwirt Rüdiger Henk zum Heimbucher Sand. Die ehemaligen Wanderdünen sind von Heidelbeeren, Gräsern und Kiefern bewachsen. Vom Weg aus bietet sich ein eindrucksvoller Blick über das Biotop. Damit das so bleibt, müssen Vogelkirsche und nachwachsende Jungkiefern in jedem Sommer weggeschnitten werden. Eine wahre Sisyphusarbeit.

Im Naturschutzgebiet ist der Einsatz von Gift verboten und so ist vor allem Handarbeit notwendig. Auch beim Kampf gegen den Borkenkäfer. Befallene Bäume werden mit der Motorsäge abgesägt und entastet. Dann rückt das Schüler-Team mit den Schäleisen an.

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