„Gut Ding braucht Weile“

Oldtimerclub Bassum gegründet: Wo sich Vision und Tradition verbinden

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Die Gründungsmitglieder des Oldtimerclubs Bassum drapieren sich um den Citroën DS von Michael Gillner. Hartmut Pfeiffer (mit Vereinslogo) ist der erste Vereinsvorsitzende. Axel Knoerig (2.v.l.) und Carsten Müller (4.v.l.) begleiteten die Gründungsversammlung. 

Bassum - Von Frank Jaursch. Manchmal dauert’s eben etwas länger. „Gut Ding beraucht Weile“, schmunzelt Michael Gillner, der für gewöhnlich nicht unbedingt als Zauderer bekannt ist. Er ist einer der Motoren für die Gründung des jüngsten Bassumer Vereins. Gestern Mittag hat sich der Oldtimerclub Bassum eine Satzung und einen Vorstand gegeben – unter hoher politischer Begleitung.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig hatte auf seiner Wahlkampftour einen echten Oldtimer-Experten im Schlepptau: Carsten Müller, wie Knoerig seit acht Jahren für die CDU im Bundesparlament, ist Vorsitzender des fraktionsübergreifenden Parlamentskreises „Automobiles Kulturgut“.

Die beiden waren am Vormittag bereits im Nostalgiemuseum in Okel gewesen, hatten schon dort reichlich Gelegenheit zum Fachsimpeln gehabt. Auf der Gründungsversammlung in Bassum nun war erneut reichlich Know-how vertreten. Fast jedes der zwölf Gründungsmitglieder nennt mehrere Oldtimer sein Eigen, viele haben selbst beruflich mit Autos zu tun.

Die Ursprünge des Clubs gehen ins Jahr 2011 zurück. Zum Tag des Sports, so erinnert sich Gillner, habe man nicht nur Sport, sondern auch Oldtimer präentieren wollen. Rund 30 Fahrzeuge machten beim ersten gemeinsamen Projekt mit, aus dem Lager der Fans, so erzählt Gillner, sei dann schnell die Aufforderung „Gründet doch mal was!“ gekommen.

Stilisierte Oldtimer-Silhouette als Wiedererkennungsmerkmal

So formierte sich zunächst ein loser Zusammenschluss von Oldtimer-Fans aus Bassum und Umgebung. Gillner nennt einen guten Grund dafür, dass es bis zur Gründung des Vereins bis gestern dauerte: „Wir sind alle berufstätig – und haben noch ein paar andere Dinge auf dem Schirm...“

Hartmut Pfeiffer ist der erste erste Vorsitzende, Erik Olsen ist sein Stellvertreter. Jan Denker fungiert als Schatzmeister, Christian Nick ist Schriftführer. Alle wurden ohne Gegenstimme gewählt.

Das Logo des Vereins ist schon ein paar Jahre alt: Die stilisierte Oldtimer-Silhouette soll künftig als Wiedererkennungsmerkmal dienen. Und immer wieder in Erscheinung treten. „Wir haben tolle Sachen vor“, kündigte Gillner an.

Schon in den vergangenen Jahren war die Gruppe in Erscheinung getreten – etwa als Veranstalter der „Drive for Help“-Aktion im Rahmen des diesjährigen Tags des Sports. Die Charity-Rallye verband gewissermaßen Vergangenheit und Zukunft: Auf den rund 160 Kilometer langen Weg machten sich Oldtimer, Motorräder und E-Autos.

Auch andere betagte Fahrzeuge willkommen

Dieses Konzept soll sich auch im Verein wiederfinden: Willkommen sind dort nicht nur alte Autos, sondern auch betagte Motorräder, Boote, Lokomotiven, Flugzeuge und sonstige Fahrzeuge. Und auch zukunftsweisende Mobilität soll einen Platz haben. „Wir wollen einen Austausch pflegen zwischen neuer Technik und Tradition“, erklärte Gillner.

Mit CDU-Mann Carsten Müller („Mein erstes Wort war ‘Auto’“) war der passende Auto-Enthusiast bei der Gründungsversammlung dabei. Der Bundestagsabgeordnete aus Braunschweig war selbst mit seinem Mercedes-SL-Oldtimer gekommen. Müller wies darauf hin, dass das Thema Oldtimer sich immer größerer Beliebtheit erfreue.

„Es macht den Leuten Freude“, so Müller. Und das gelte nicht nur für den 200 000 Euro teuren Luxusschlitten von einst. „Der durchschnittliche Oldtimer kostet 12 000 bis 14 000 Euro“, so Müller.

Die Auto-Fans tauschten sich noch eine Weile aus, ehe sich Knoerig und Müller auf den Weg zur nächsten Station in Twistringen machten: Bei Gemüse Meyer in ging es um Energieeffizienz.

Wenn der Oldtimerclub Bassum ins Vereinsregister eingetragen ist, geht auch die Homepage www.oldtimerclub-bassum.de online.

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