Sexuellen Übergriffen unter Jugendlichen vorbeugen

Ausstellung „Echt krass“ in der Bassumer Oberschule eröffnet

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Christian Spoden (v.l.) führte in die Ausstellung „Echt krass“ ein. Für den Präventionsrat waren Dr. Elena Lenk, Helga Alves, Klaus Pajenkamp, Julia Niemann und Hilke Bald sowie Andreas Storm (hi. v.l.) und Schulleiter Cord Mysegaes anwesend.

Bassum - Von Ute Schiermeyer. Fünf farbenfrohe, telefonzellengroße Kabinen stehen in der Aula der Oberschule Bassum. Mit Fotos, Videos, Texten und Tonbeiträgen bilden sie die Ausstellung „Echt krass!“, die der Präventionsrat der Stadt für zwei Wochen nach Bassum geholt hat. Zur Eröffnung hielt Christian Spoden vom Petze-Institut, das die interaktive Ausstellung zur Prävention sexueller Übergriffe entwickelt hat, einen Vortrag.

„Wir wissen um die Thematik, und wir nehmen das sehr ernst“, sagte Schulleiter Cord Mysegaes. Gedacht sei die Ausstellung für die Klassen 8 bis 10. Die Schüler würden mit ihren Lehrkräften die Ausstellung besuchen. Im Vorfeld der Ausstellung wurden drei Lehrkräfte in einem Workshop geschult, um professionell auf die Jugendlichen eingehen zu können. Ein Begleitheft für jeden Schüler soll bei der Vor- und Nachbereitung helfen.

Fünf Erlebnisstationen vermitteln Prinzipien der sexuellen Selbstbestimmung. Die Jugendlichen erhalten Infos zu Sexismus und sexueller Gewalt, aber auch zu Strategien, sich gegen Übergriffe zu wehren und frühzeitig Hilfe zu holen.

Von fiesen Sprüchen über Mobbing bis sexuellen Übergriffen

An allen Stationen geht es um Grenzüberschreitungen. Es werden Fragen aufgeworfen. Was ist der Unterschied zwischen Flirten und lästiger Anmache, und wie reagiert man am besten darauf?

Von fiesen Sprüchen über Mobbing bis zu sexuellen Übergriffen und Gewalt thematisiert „Echt krass“ Übergriffe. Es wird aufgezeigt, was erlaubt und was strafbar ist. „Jugendliche müssen ein Gespür dafür entwickeln, was ihnen selber guttut und wo die Grenzen des Gegenübers liegen“, heißt es im Infomaterial für Eltern.

Große Eröffnung mit Vertretern aus Politik und Vereinen

Die Ausstellung ist ansprechend gestaltet. Die Außenwände der Kabinen laden zum Entdecken und Mitmachen ein. Im Innenraum, in dem maximal drei Jugendliche auf einmal Platz haben, wird das jeweilige Thema aufgegriffen.

Zur Eröffnung der Ausstellung waren Vertreter aus Politik und Vereinen, sowie Lehrerinnen und Lehrer in die Oberschule gekommen. Als Gäste sprachen Bürgermeister Christian Porsch, Silvia Lücke von der Beratungsstelle bei sexuellem Missbrauch und häuslicher Gewalt und Werner Käding vom Weißen Ring.

Die Ausstellung ist für die Öffentlichkeit von 13.15 bis 15.30 Uhr geöffnet.

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