Französische Austauschschüler sammeln viele Erfahrungen in Bassum

Serengeti und saubere Toiletten

Die französischen Schüler verbringen mit ihren Austauschpartnern den letzten Tag in der Schule. Foto: Luka Spahr

Bassum - Von Luka Spahr. Was bleibt an Erinnerung nach eineinhalb Wochen Deutschland? Ist es das unbekannte Essen, ist der Serengeti-Park, sind es die zahlreichen neuen Bekanntschaften oder doch einfach nur die sauberen Toiletten? Fragt man die 21 Schüler vom Collège Léo Delibes aus der Bassumer Partnerstadt Fresnay-sur-Sarthe in Frankreich, hört man alles davon.

Nachdem im November vergangenen Jahres eine Schülerdelegation der OBS Bassum den Franzosen einen Besuch abgestattet hatte, kamen diese nun für ein paar Tage nach Deutschland. Bei zahlreichen Aktionen entdeckten sie Bassum, die deutsche Kultur und die Sprache. Die französischen Schüler kamen aus der sechsten bis neunten Klasse. Die Jüngsten unter ihnen sprechen kaum Deutsch. Geklappt hat das trotzdem, so Stephanie Hercé, Deutsch-Lehrerin am Collège Léo Delibes, nach dem Aufenthalt.

Zusammen mit den Kindern und Mathe-Lehrer Guillaume Chantreau kam sie vergangene Woche Donnerstag frühmorgens in Bassum an. Dann konnten die Schüler erst einmal bei ihren bereits bekannten, meist gleichaltrigen Austauschpartnern ankommen.

Zusammen mit Französisch-Lehrer Florian Meyer und Deutsch-, sowie Kunst-Lehrerin Eva Launus aus Bassum starteten die Schüler dann in ein buntes Programm. Es gab einen Ausflug nach Bremen und einen in Stephanie Hercés zweite Heimat Hamburg. Am Dienstag waren die Schüler zusammen im Serengeti-Park, und dann war da natürlich auch noch der normale Schulalltag, an dem die Franzosen oft teilnahmen.

Im Zentrum stand dort ein besonderes Thema: Nachrichtenkürzel beziehungsweise Jugendsprache. In Deutschland sagt man zum Beispiel evtl für eventuell oder hdl für Hab dich lieb. Genau so gibt es auch französische Abkürzungen. Slt etwa heißt Salut. Am Ende entstanden dazu verschiedenen Kunstwerke.

Heute morgen ist schließlich die Rückfahrt der Franzosen mit einem kurzen Zwischenstopp in Aachen geplant. Am Ende bleiben viele positive Eindrücke. Der Austausch sei super gewesen und in ihrer Gastfamilie habe man viel mit Tieren unternommen, schwärmt etwa die 12-jährige Leonor. Auch der 14-jährige Ewan fand den Aufenthalt toll und war vor allem vom Serengeti-Park begeistert. Vor einer ganz besonderen Entscheidung steht die Sechstklässlerin Raihana jetzt. Sie muss sich an ihrer Schule für eine zweite Fremdsprache entscheiden. Deutsch oder Spanisch? Für sie ist die Entscheidung klar. Ihr hat Deutschland besser gefallen als erwartet. Es sei alles sehr grün hier, und die Menschen seien sehr freundlich. Außerdem seien die Toiletten viel sauberer als in Frankreich, kichert sie. Auch ihre deutsche Austauschpartnerin Finja (14) fand den Austausch super. Ihr Vater könne gut französisch. Das sei sehr praktisch gewesen, erzählt sie.

Einen außergewöhnlichen Eindruck dürfte der Austauschschüler von Liesa (14) mitgenommen haben. Er hat sie auf ihrer Konfirmationsfeier begleitet. Da ist es auch verzeihbar, wenn dort die meistgesprochene Sprache weder Deutsch noch Französisch war, sondern Englisch.

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