Trillerpfeife gegen Enkeltrick

Seniorenberatungsstelle Bassum macht mit Veranstaltung auf Betrugsmaschen aufmerksam

Machen auf den Vortrag aufmerksam: Kerstin Böse und Nina Ehlers-Röpe (v.l.) vom Seniorenberatungsbüro Bassum. Es fehlt Heimke Möhlenhoff.
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Machen auf den Vortrag aufmerksam: Kerstin Böse und Nina Ehlers-Röpe (v.l.) vom Seniorenberatungsbüro Bassum. Es fehlt Heimke Möhlenhoff.

Bassum – Das Telefon klingelt. Der Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung gibt sich als Verwandter aus. Ihm soll etwas Schlimmes widerfahren sein. Angst kommt auf. Der Anrufer fordert Geld von seinem Opfer, das ein Komplize in bar abholt. So oder so ähnlich spielt sich der verbreitete „Enkeltrick“ ab, dem immer wieder Senioren zum Opfer fallen.

Um auf die Tricks der Diebe und Betrüger aufmerksam zu machen, veranstaltet die Seniorenberatungsstelle in Bassum einen Informationsvortrag.

Gefahren an der Haustür, falsche Polizisten oder auch der klassische Taschendieb beim Einkaufen sind nur einige der Themen, auf die Referent Michael Wessels, Beauftragter für Kriminalprävention im Landkreis Diepholz, am Dienstag, 2. November, ab 15 Uhr in den Räumen der Seniorenberatungsstelle Bassum (Alte Poststraße 13) hinweisen wird.

Die Veranstaltung wolle gezielt Senioren über die perfidesten Maschen aufklären, mit denen Betrüger alte Menschen immer wieder um ihr Geld bringen wollen.

Vorfälle in Bassum haben sich gehäuft

„Die Vorfälle in Bassum haben sich in letzter Zeit gehäuft. Immer wieder haben wir davon gelesen, dass Senioren einem Betrug zum Opfer gefallen sind und sie Geld oder Wertgegenstände ausgehändigt haben“, erklärt Nina Ehlers-Röpe, Leiterin des Seniorenberatungsbüros in Bassum. In Zusammenarbeit mit Kerstin Böse und Heimke Möhlenhoff, Seniorenbeauftragte der Stadt Bassum, sollen ältere Menschen für Betrugsmaschen sensibilisiert werden.

Bei der Arbeit in der Beratungsstelle hätten die Frauen vermehrt gehört, dass einige Senioren bereits Erfahrungen mit Betrugsanrufen gemacht hätten. Diese seien meist glimpflich verlaufen. Damit möglichst viele Senioren auf solche Situationen vorbereitet werden, seien auch Angehörige zu der kostenlosen Informationsveranstaltung eingeladen. Diese könnten die hilfreichen Tipps weitergeben. Kerstin Böse: „Alle Senioren können Betrug und Diebstahl zum Opfer fallen. Auch wir wären im ersten Moment geschockt, wenn wir einen solchen Anruf bekommen würden.“

Viel Geld zur Weihnachtszeit

Den Mitarbeiterinnen des Beratungsbüros ist es wichtig, die Senioren vor der bevorstehenden Weihnachtszeit auf Betrugsmaschen hinzuweisen. „Viele haben in dieser Zeit des Jahres besonders viel Geld zu Hause. Uns liegt die Sicherheit der Senioren am Herzen, deshalb bieten wir den Vortrag an“, erklärt Leiterin Ehlers-Röpe.

Niemand könne sich vorstellen, selbst einmal Opfer von falschen Polizisten oder dem Enkeltrick zu werden, so Seniorenbeauftragte Möhlenhoff. Sie fragt sich, ob es Opfer überhaupt merken, wenn sie betrogen wurden. „Betrüger sind stets auf dem Laufenden und ändern ihre Handlungsweisen. Deshalb soll das Ziel der Veranstaltung sein, Handlungssicherheit bei den Senioren zu erreichen, wie sie bestimmte Situationen erkennen und innerhalb dieser reagieren sollten“, so Möhlenhoff.

Jeder Mensch habe einen „blinden Fleck“. Betrüger seien geschult, diese Schwachstelle zu finden und gegen die alten Menschen auszuspielen.

Senioren sind zu höflich

Senioren seien oft zu höflich und aufgrund von Einsamkeit gesprächsbereit, was laut der Seniorenbeauftragten eine Gefahr darstelle.

Wie sollte man sich verhalten, wenn jemand Unbekanntes vor der Haustür steht? Wo habe ich die PIN-Nummer meiner EC-Karte hinterlegt und wo sollte ich beim Einkaufen mein Portemonnaie lassen, damit es möglichst sicher vor Dieben ist? Auf diese und weitere Fragen werde der Beauftragte für Kriminalprävention Michael Wessels während seines Vortrags eingehen.

Einen außergewöhnlichen Tipp hat Heimke Möhlenhoff: „Wenn ich einen dubiosen Anruf erhalte, dann gehe ich in den Nebenraum, nehme meine Trillerpfeife und pfeife ins Telefon. Ich kann versichern, dass das unangenehm ist und ich von dieser Person keinen weiteren Anruf mehr bekommen werde.“

Anmeldung

ist erforderlich unter 04241/8209554. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bei der Veranstaltung gilt die 2G-Regelung (geimpft und genesen).

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