Reformation – Kernfrage und Auftrag zugleich

Sechswöchiges Festprogramm in Bassum rund um das Luther-Jubiläum

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Kirchengemeinde und Stift veranstalten die Festwochen zum Reformationsjubiläum. Kreiskantor Ralf Wosch (oben), Pastor i.R. und Kanonikus Herbert Köhler und Pastorin Ines-Maria Kuschmann (l.) sowie Äbtissin Isabell von Kameke und Rentmeister Knut Laemmerhirt (r.) laden ein.

Bassum - Von Berthold Kollschen. „Wir müssen unseren Glauben wieder ins Zentrum rücken, unser Profil schärfen und klarstellen“, mahnt Pastorin Ines-Maria Kuschmann von der evangelischen Kirchengemeinde Bassum bei der Vorstellung eines sechswöchigen Programms zum Reformationsjubiläum.

Dieses präsentierte sie gemeinsam mit der Äbtissin Isabell von Kameke vom Stift Bassum, dem Kanonikus und Pastore a.D. Herbert Köhler, dem Rentmeister und Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, Knut Laemmerhirt, dem Kreiskantor Ralf Wosch, der Künstlerin Ulrike Schink und anderen hat sie zum Reformations-Jubiläum für Bassum ein umfangreiches sechswöchiges Programm zusammengestellt, das für jeden Interessierten etwas bietet.

Eröffnungsveranstaltung am 6. August

Los geht es am 6. August um 11 Uhr mit einem Gottesdienst in der Stiftskirche anlässlich der Eröffnung der Kunstausstellung „Ja, was glaubst Du denn?“. Es werden Arbeiten und Texte gezeigt, die während der Schreibwerkstatt, beginnend mit dem Bassumer Advent 2016, entstanden sind. Handgeschriebene Glaubensbekenntnisse aus verschiedenen Glaubens- und Sprachregionen und auch aus der Kirchengemeinde vor Ort sind von Ulrike Schink und Ines-Maria Kuschmann zu einem Gesamtkunstwerk zusammengestellt worden.

In Kooperation mit den Bassumer Land-Frauen findet am 9. August um 14.30 Uhr im Landgasthaus Stöver-Buchholz in Groß Henstedt ein Vortrag von Pastorin Sonja Domröse zum Thema „Martin Luther und die Frauen“ statt.

Der „Bassum Talk“ im August findet nicht, wie üblich, im Vorwerk der Freudenburg statt. In Zusammenarbeit mit dem Bassumer Kulturforum geht die lokale Talkshow in der Stiftskirche über die Bühne. Beginn ist am Sonntag, 13. August, um 11.15 Uhr. Das Thema des Vormittags: „Stadt, Land, Gott“.

Auswirkungen auf die katholische Kirche

Professor Bernd-Ulrich Hucker nimmt am 15. August, um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus zum Thema „Reformation in Bassum“ Stellung, während am Sonntag, 20. August, um 11  Uhr ein regionaler Festgottesdienst in der Stiftskirche mit Dr. Burghard Krause, Landessuperintendent i.R. gefeiert werden wird.

In der katholischen Kirche „St. Ansgar“ an der Mittelstraße äußert sich Domkapitular Monsignore Reinhard Molitor zum Thema „Die Auswirkungen der Reformation auf die römisch-katholische Kirche damals und heute“. Los geht es hier um 19.30 Uhr.

Der 3. September steht ganz im Zeichen vom „Tag des Friedhofes“. In der Friedhofskapelle findet um 15 Uhr ein Gottesdienst statt, den Pastor Wiardus Straatmann mit der Gemeinde zum Thema „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ feiern will.

Mit der Reformation in Europa und in Übersee beschäftigt sich am 6. September Pastor Dr. Christian Kopp ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus.

„Tag des offenen Denkmals“ am 10. September

Am „Tag des offenen Denkmals“ , am 10. September gibt es um 14 Uhr eine Kirchenführung mit Pastor i.R. Herbert Köhler. „Es hat 300 Jahre gedauert, bis man sich über die Gestaltung einer evangelisch-lutherischen Kirche einig war, wie sie auszusehen hat“ sagt Köhler.

Weiter gibt es an diesem Tage eine „offene Kirche“ und auch eine Kirchturmführung.

Kreiskantor Ralf Wosch unternimmt zusammen mit Ehefrau und Kreiskantorin Réka-Zsuzsánna Fülöp und Frauke Brandt am gleichen Tage einen „Orgelspaziergang“ zu allen Bassumer Orgeln, beginnend um 14 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche in Neubruchhausen, wo es vorab zur Wegzehrung köstlichen Kuchen geben wird. Der Weg führt über die St.-Ansgar-Kirche, die Stiftskirche, über den Stiftshof und den Bassumer Friedhof, um gegen 19.30 Uhr in Nordwohlde zu enden.

Liedermacher und Pastor Fritz Baltruweit gibt am 13.  September in der Stiftskirche ein „Mitsingkonzert“.

Der Reigen der Veranstaltungswochen endet dann am Reformationstag, Dienstag, 31. Oktober, mit dem Regionalgottesdienst „Jazz und Luther“ zum Thema „Im Namen der Rose – 500 Jahre Reformation“, den Pastor Wiardus Straatmann zusammen mit den „School House Seven“ gestalten wird. Ein anschließender Frühschoppen ist schon gute Tradition.

„Wir müssen immer und immer wieder das Gemeinsame herausstellen, auf die Menschen zugehen, ihnen unsere Werte vermitteln“, so Ines-Maria Kuschmann.

„Wir sehen, dass wir zunehmend zur Minderheit werden, und sollten wieder anfangen, vermehrt über das Christentum zu sprechen. Die Leute sollen sich austauschen und die christliche Botschaft neu vermitteln. Das Reformations-Jubiläum kann uns dabei viel helfen.“

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