Neue Pläne liegen vor

Naturbad Bassum: Schritt für Schritt zum Naherholungsgebiet

Der Förderverein des Naturbads hat eine besondere Spendendose, in Form des Sprungturms, entwickelt. Michael Maas hat sie in seinem Modehaus aufgestellt.
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Der Förderverein des Naturbads hat eine besondere Spendendose, in Form des Sprungturms, entwickelt. Michael Maas hat sie in seinem Modehaus aufgestellt.

Bassum – Still ruht das Naturbad. So könnte man meinen. Keine Badesaison, keine Baustellenfahrzeuge, die die Anlage umgestalten – und der arglose Beobachter fragt sich: Passiert da nichts mehr? Und ob!

Hinter den Kulissen rattert es beständig, das zeigte Erster Stadtrat Norbert Lyko in seiner Präsentation auf der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses der Stadt Bassum. Er und sein Team versuchen, alles in die Wege zu leiten, damit aus dem Naturbad ein echtes Pfund wird, mit dem Bassum wuchern kann. Die Politik stellte sich in diesen Bemühungen hinter die Verwaltung und stimmte geschlossen dafür, 1.279 .000 Euro für den Haushalt 2021 bereitzustellen. Mit der Klausel, dass das Geld erst freigegeben wird, wenn die erhofften Fördermittel fließen.

Doch bevor im Naturbad die Arbeit beginnen kann, muss die Arbeit des Papiers bewältigt werden, die vielleicht weniger Kraft aber dafür mehr Nerven und Geduld kostet. Lyko gibt auch zu, dass er „maßlos enttäuscht“ sei, wie sehr sich alles hinziehe. Nachdem die Stadt noch ein paar Änderungswünsche zum Konzept des Büros Polyplan für den ersten Bauabschnitt vorgelegt hat, weil die Kosten den Rahmen sprengten, sollen nun Ende Oktober die Ausschreibungen für die Arbeiten erfolgen. Durch sie entstehen ein Wasserspielplatz sowie eine Heiz-Anlage für das Wasser, und die Becken werden saniert.

„Wir sind dabei, weitere Details zu klären“, so Lyko. Zum Beispiel: Woher kommt die Wärme für die Anlage? Zurzeit prüft die Stadt ein Angebot der AWG, die mit dem Gas aus ihrer Biogasanlage auch Wärme an das Klinikum gibt. Es könnte eine Leitung verlegt werden, die auch das Naturbad versorgt.

Kreativgruppe setzt sich für weiteren Naturbad-Ausbau ein

Doch wie steht es mit dem zweiten Bauabschnitt? Von Polyplan war ein neuer, ansprechender Eingangsbereich mit einer Brücke und ein neues Sanitärgebäude geplant worden. Die Hoffnung auf Fördergeld für dieses Vorhaben erfüllte sich nicht. Doch aufgeben kam nicht in die Tüte. „Es hat sich eine Kreativgruppe gebildet, bestehend aus Mitgliedern der Verwaltung und des Fördervereins“, berichtet Lyko. Die sei sehr aktiv und habe mit einer interfraktionellen Arbeitsgruppe ein Teilprojekt konzipiert, das die Grundidee von Polyplan weiterentwickelt.

Und das sieht nun so aus: Ein 30 Meter langer Fußweg entlang der nördlichen Grenze des Naturbadgeländes (außerhalb des Bades) soll angelegt und eine kleine Fußgängerbrücke über einen Abzugsgraben gebaut werden. So können Besucher des Stiftsparkes den Großparkplatz des Bades erreichen und auch die Angebote des Naturbades wie das geplante Bistro und die Toiletten leichter nutzen.

Der Gehweg von der Wassermühle in Richtung Süden, an der Brücke (Parkplatz/Fußweg zum Naturbad) vorbei bis zum Anschluss des Wanderweges wird laut Vorlage den gleichen Standard wie die übrigen Wege auf dem Stiftsgelände (Hansegrand) bekommen.

Bistro am Naturbad Bassum sollte ganzjährig geöffnet bleiben

„Wenn es schon an das Wegenetz des Stiftsparks angeschlossen wird, sollte das Bistro auch das ganze Jahr über geöffnet sein“, überlegt Lyko. Es verfügt über eine großzügige Terrasse, die je nach Witterung auch zu einer Beach-Bar erweitert werden kann. „Es könnte auch leicht von den Stiftsparkbesuchern erreicht und auch so bei kühlerem Wetter über einen zusätzlichen Eingang genutzt werden, ohne das Naturbadgelände zu betreten.“

Die Innenräume des Bistros sollten multifunktional nutzbar sein. Infrage käme Kaffeetrinken, Imbiss, Versammlungsraum oder Gymnastikangebot – je nach Tages- oder Jahreszeit.

Für die Badeaufsicht wird ein extra Turm geschaffen. Zudem plant die Verwaltung sechs Wohnmobilstellplätze und den Bau eines neuen Sanitärgebäudes, das dank der Spende eines Bassumers von 330.000 Euro in Angriff genommen werden könnte. Zudem hofft Lyko auf Förderungen von 500.000 Euro.

Für seine Präsentation erntete er Begeisterung aus allen Fraktionen. „Super Arbeit“, lobte Dorit Schlemermeyer (SPD). „Das Naturbad ist unser Baby und kann zum Aushängeschild für Bassum werden.“ Dieser Ansicht schlossen sich auch die übrigen Ausschussmitglieder an. „Es ist für uns alle ein Gewinn“, fand Dr. Jürgen Falck vom Bürger-Block. „Die Zahlen mögen zunächst abschrecken, es ist aber ein gutes, wichtiges Projekt, das das Image der Stadt hebt und hilft, ein Naherholungsgebiet bestehend aus Stiftspark und Bad zu entwickeln“, so Dr. Rainer Hartmann, Fraktionschef der Grünen. Und Maria Babic von den Linken glaubte, dass das Bad eine ähnliche Anziehungskraft wie der Tierpark entwickeln könnte.

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