KMH-Kammann Metallbau GmbH besteht seit 30 Jahren / Im Mai erneute Erweiterung geplant

Von der Schlosserwerkstatt zum Global Player

Martina Kammann ist seit 25 Jahren in der KMH-Kammann Metallbau GmbH tätig und seit 2007 alleinige Geschäftsführerin. - Foto: Kaack

Bassum - Von der einfachen Schlosserwerkstatt zum Global Player – eine unternehmerische Erfolgsgeschichte feiert Geburtstag: Seit 30 Jahren existiert die KMH-Kammann Metallbau GmbH und blickt dabei auf eine innovative und von einer gesunden Expansion geprägte Historie zurück.

Kompetenz, Mut und Fantasie sind Attribute, die in der heutigen Zeit von Globalisierung, Geschwindigkeit und Transparenz ganz wesentlich zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Eigenschaften, wie sie Branchen und Märkte von einem Unternehmer verlangen, ebenso von seinen Mitarbeitern. Weitsichtiges Denken sowie langfristiges Planen und Handeln. Besonders in einer exportorientierten und -abhängigen Nation wie Deutschland. KMH in Bassum ist diesen Weg von Beginn an mitgegangen.

Alles begann 1986. Schlossermeister Günter und seine Ehefrau Elke Kammann wagten den Sprung in die Selbstständigkeit. Mit zwei Mitarbeitern produzierten sie eine umfangreiche Produktpalette mit Rohren, Rohrformteilen und Verteilersystemen im Baukastenformat.

Schnell etablierte sich die junge Firma. Nicht nur Kunden aus der Region konnten gewonnen werden. Mittels des Vertriebs per Katalog fanden sich Abnehmer in ganz Deutschland und über die Grenzen hinaus.

„Mein Vater hatte damals eine aus Produktqualität, Personalmanagement und modernem Marketing bestehende Vision. Er hatte ganzheitlich und nachhaltige Unternehmensstrukturen vor Augen“, erklärt seine Tochter und heutige KMH-Chefin Martina Kammann. Und das habe bis heute Bestand.

„Wir haben flache Hierarchien und sind alle per Du. Jeder Mitarbeiter kann und soll sich einbringen in sämtliche interne und externe Betriebsprozesse.“

Räumlich platzte der Metallbaubetrieb Ende des Jahrtausends aus allen Nähten. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg kontinuierlich, neue Präzisionsmaschinen in der Produktion sowie das ständig wachsende Fertigungsvolumen machten 1999 den Umzug von Harpstedt nach Bassum erforderlich. Auf 15 000 Quadratmetern fanden die mittlerweile 80 KMH-Mitarbeiter in der ehemaligen Kolbus-Maschinenfabrik ein neues Domizil.

2007 verstarb Firmengründer Günter Kammann. Seine Tochter Martina wurde Geschäftsführerin. Seit 25 Jahren ist sie bereits im Unternehmen tätig und gehört seit 1999 der Unternehmensführung an. Sie führte das Wertedenken des Seniors fort.

Und es wartete eine gewaltige Aufgabe auf die heute 50-jährige Geschäftsfrau: Erneut waren die Metallbauer an die Grenzen ihrer räumlichen Expansionsfähigkeit gewachsen. Ein Neubau wurde geplant, im Bassumer Gewerbegebiet an der Industriestraße großflächig realisiert und Ende 2008 komplett bezogen.

Heute arbeiten 160 Mitarbeiter bei KMH. Hergestellt werden – ausschließlich für industrielle Zwecke – Rohr- und Verteilsysteme sowie Flansch- und Spannringe aus Stahl und Edelstahl. Abnehmer sind nahezu alle Industriebranchen in Europa und im Anlagenbau praktisch weltweit. Es ist vor allem Schüttgut, was durch die KMH-Leitungssysteme fließt – Produkte aus dem Lebensmittel-, Pharma- und Agrarbereich.

Aber auch Sonderaufträge werden mit individuellen Konstruktionen bedient. Jeder Endverbraucher hat täglich mit Produkten zu tun, die durch diese Rohrleitungen durchgeführt werden, beispielsweise Cornflakes, Kaffee, Tabak oder Zigaretten.

Ein wenig Sorgen macht sich Martina Kammann um die Ausbildung des Nachwuchses: „Wir sind um eine permanente Verjüngung unseres Teams bemüht und bilden in den Berufen Industriekauffrau/-mann, Metallbauer/-in Fachrichtung Konstruktionstechnik und Fachkraft für Lagerlogistik aus. Es gibt aktuell leider nicht genügend Interessenten als Metallbauer und Lagerlogistiker. Motivierter Nachwuchs ist uns stets willkommen, wird in seinem Berufsbild qualifiziert ausgebildet und hat anschließend gute Entwicklungsmöglichkeiten bei uns.“

Die selbst auferlegte gesellschaftliche Verantwortung wird bei KMH mit großer Leidenschaft wahrgenommen. Das Unternehmen engagiert sich kontinuierlich als Sponsor für den Tierpark Petermoor, aber auch für ausgewählte Projekte beim Kinderhospiz Löwenherz, bei Release in der Suchtprävention oder beim Kulturforum.

Das Ende der Fahnenstange ist bei KMH offensichtlich noch lange nicht erreicht. Martina Kammann: „Geplant ist ab dem 1. Mai ein Erweiterungsbau für die Produktion und das Lager um 5 000 Quadratmeter. Außerdem stehen wir mit einem neuen Partner auf den Philippinen in intensiven Kooperationsverhandlungen. Es bleibt also spannend!“

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