Schlemmen und ermitteln

Gerd Stötzel liest in Bassum aus „Bruno – Chef de Police“ 

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Gerd Stötzel liest im Gasthaus Freye Auszüge aus den Krimis von Martin Walker. In den Pausen gibt’s Häppchen.

Bassum - Von Michael Walter. Pastor Wiardus Straatmann ist schuld: Der hatte Gerd Stötzel seinen ersten Martin Walker geschenkt – und ihn damit angefixt. Seitdem ist Stötzel fasziniert von den Krimis des 70-jährigen Schotten. Jetzt liest er daraus. Und Häppchen gibt es auch.

Gastgeber dafür ist am Mittwoch, 8. November, das Gasthaus Freye in Osterbinde, Veranstalter ist das Kulturforum. Karten gibt es ab sofort bei Papier und Tinte sowie beim Bürgerbüro im Rathaus.

Bruno Courrèges ist Chef der örtlichen Polizei in einem fiktiven Ort in Südfrankreich. „Er ist gleichzeitig auch der einzige Polizist in diesem Ort“, sagt Stötzel und erklärt ganz nebenbei mal eben die Unterschiede zwischen der Polizeistruktur in Südfrankreich und Niedersachsen. „Bei uns wäre Bruno eher Chef des Ordnungsamts. Er darf eigentlich gar keine Morde aufklären, weil er dafür überhaupt nicht zuständig ist.“ Aber genau das tut er – wie es sich für einen ordentlichen Krimi eben so gehört.

Außergewöhnliche Beobachtungsgabe

Zwei Dinge machen die Bruno-Reihe aus Stötzels Sicht besonders. Da wäre einmal die ganz außergewöhnliche Beobachtungsgabe des Autors. „Wenn man Beschreibungen liest, hat man ja automatisch Bilder im Kopf“, sagt Stötzel. „Brunos Heimatort ist zwar fiktiv, hat aber reale Vorbilder. Als ich dort hingefahren bin, hatte ich das Gefühl, nach Hause zu kommen. So genau habe ich alles wiedererkannt, was Martin Walker in seinen Büchern beschrieben hat.“

Die zweite Besonderheit ist der philosophisch-kulinarische Ansatz. Die Botschaft, die die Figur Bruno transportiert, lautet für Stötzel: „Probleme löst man, indem man die Menschen mag – oder mindestens respektiert – und mit allen redet. Zum Beispiel wenn Bruno für sie kocht. Oder wenn alle gemeinsam miteinander kochen.“

Ebenso detailliert wie Land und Leute beschreibt Walker in seinen Büchern auch das Essen und die Zubereitung. Fast wie in einem Kochbuch. „Das habe ich in dieser Form seit Simmels ,Es muss nicht immer Kaviar sein’ nicht mehr gelesen“, sagt Stötzel und fasst zusammen: „Martin Walker schreibt spannend, humorvoll, authentisch, genussvoll und durchaus provozierend. Und das in bisher neun Büchern.“

Der Ablauf für den 8. November steht bisher nur in den Grundzügen fest: Es wird gelesen und zwischendurch gefuttert. Gastgeber Martin Freye serviert Häppchen „frei nach den Vorgaben aus den Büchern“, wie es in der Ankündigung des Kulturforums heißt. Das Ganze kostet dann 18 Euro pro Person. „Der Imbiss ist im Preis enthalten, Getränke gehen extra“, erklärt Gudrun Lösche vom Kulturforum. Und sie weist darauf hin: „Die Küche muss ja vorher wissen, wie viele Gäste kommen. Deshalb gibt für diese Veranstaltung keine Abendkasse.“

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