Futtermittelbereich besonders stark betroffen

Raiffeisen-Genossenschaft: Trotz Wetterkapriolen mehr Erlös

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Der Agravis-Vorstandsvorsitzende Andreas Rickmers (l.) mit den gewählten Mitgliedern des Aufsichtsrates der RWG (v.l.): Johann Labbus, Geschäftsführer Wolfgang von Fintel, Rainer Lammers, Dr. Jochen Meyer, Joachim Sander und Hendrik Speckmann.

Bassum - Von Heiner Büntemeyer. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Raiffeisen-Warengenossenschaft Bassum-Harpstedt, Dr. Jochen Meyer, begrüßte bei der 139. Jahreshauptversammlung der ältesten niedersächsischen Warengenossenschaft im Gasthaus Lüdeke in Nordwohlde viele Mitglieder und zahlreiche Geschäftspartner.

Die Genossenschaft sei von den Wetterkapriolen dieses Jahres nicht verschont geblieben, erklärte er. Obgleich die Umsatzerlöse sich im Geschäftsjahr 2017/2018 um sieben Prozent verbessert haben, blieben die abgewickelten Mengen um drei Prozent hinter denen aus 2916/2017.

Nach Aussage des Geschäftsführers Wolfgang von Fintel sei insbesondere im Futtermittelbereich, dem wichtigsten Bezugsumsatz der Genossenschaft, der Absatz rückläufig, weil die Anzahl der Tiere zurückgegangen ist. Ziel für 2019 sei es, wenigstens die jüngsten Zahlen zu halten. Im Bereich Düngemittel erwartet von Fintel ebenso wie im Bereich Pflanzenschutz steigende Preise und ein schwieriges Jahr 2019. Dagegen hat sich der Absatz von Saatgetreide positiv entwickelt, und auch aus den RWG-Märkten und Tankstellenshops meldete er Zuwächse.

Insgesamt verzeichnete die RWG Bassum-Harpstedt einen Bilanzgewinn von 326 587 Euro. „Damit können wir sehr zufrieden sein“, bestätigte Dr. Jochen Meyer. Einstimmig beschlossen die Anwesenden daher, an die gegenwärtig 351 Mitglieder eine Dividende von fünf Prozent auf die Geschäftsguthaben zu zahlen. Der Rest wird für Rücklagen verwendet.

Ausdrücklich bedankte sich der Geschäftsführer bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „für eine engagierte und zuverlässige Arbeit“.

Bei den Wahlen wurden die Aufsichtsratsmitglieder, deren Amtszeit satzungsgemäß endete, einstimmig wiedergewählt: Dr. Jochen Meyer, Cantrup; Johann Labbus, Blockwinkel; Rainer Lammers, Seckenhausen und Hendrik Speckmann, Gr. Mackenstedt. Mit Joachim Sander, Gr. Köhren, wurde noch ein weiteres Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt, dem damit jetzt zehn Mitglieder angehören.

„Sinnstiftende Allianzen“ nötig

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung hielt der Vorsitzende der Agravis-Raiffeisen-AG, Andreas Rickmers, einen Vortrag zum Thema „Aktuelle Geschäftslage und der Blick nach vorn“.

Die geschäftliche Strategie der Agravis sei durch die aktuelle Situation in der Landwirtschaft bestimmt: Die Anzahl der Höfe wird geringer, der Markt wird enger, die Anforderungen steigen. „Sinnstiftende Allianzen“ seien erforderlich, doch die angestrebte Zusammenarbeit mit der GS Agri werde vorerst nicht weiter verfolgt. 

Der Jahresverlauf 2018 sei im ersten Halbjahr glänzend gewesen, die Trockenheit habe sich dann aber zu einem „fulminanten Problem“ entwickelt. Die Folge: schwierige Grundfutterversorgung, aber durch die Trockenheit entstandene Probleme würden sich auch noch bis ins neue Jahr auswirken. Beispielsweise hätten nach der Aussaat von Raps in die trockenen Böden stellenweise bis zu 60 Prozent der eingesäten Flächen wieder untergepflügt werden müssen.

Hinzu kämen logistische Probleme bei dem Transport der landwirtschaftlichen Massengüter durch den niedrigen Wasserstand der Flüsse. Die höheren Transportkosten würden sich auch auf die Preise auswirken.

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