Überschuss erwartet

RWG: „Der Kelch ist an uns vorbeigegangen“

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RWG-Geschäftsführer Wolfgang v. Fintel (l.) und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Jochen Meyer (r.) mit den gewählten Vertretern (v.l.) Hilmer Schwarting, Moritz Stubbe, Torsten Schöder und Björn Brunkhorst sowie Helmut Sander, der nach 19 Jahren auf eine Wiederwahl verzichtete.

Bassum - Von Heiner Büntemeyer. Für die Raiffeisen-Warengenossenschaft Bassum-Harpstedt war das Geschäftsjahr 2015/16 „anspruchsvoll, aber schließlich doch erfolgreich“, wie Geschäftsführer Wolfgang von Fintel in seinem Jahresbericht den gut 150 Gästen im Gasthaus Haake mitteilte. Vor allem die schwierige Situation in der Landwirtschaft habe sich auf die nachgelagerten Bereiche ausgewirkt, so v. Fintel.

Der Verkauf von Getreide und Raps konnte zwar um 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, wobei mit 108.313 Tonnen erstmals seit Gründung der Genossenschaft die 100.000-Tonnen-Marke übertroffen wurde.

Trotzdem habe es in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres nicht nach einem erfolgreichen Jahr ausgesehen, weil der Weizenpreis vom Weltmarkt abhängt und derzeit in einem Zehnjahrestief steckt. Der günstige Wechselkurs zum US-Dollar habe den Export allerdings erleichtert und den Erzeugerpreis noch einigermaßen stabilisiert.

Im Futtermittelverkauf konnte das Vorjahresniveau gehalten werden. Von Fintel wies aber darauf hin, dass die RWG in diesem Bereich von umsatzstarken Partnern abhängig sei. Der Verkauf an Pflanzenschutzmitteln, Saatgut und der Umsatz in den RWG-Märkten habe sich gut entwickelt, der Verkauf von Heizöl wurde gesteigert, der Verkauf von Treibstoffen sei an den Tankstellen leicht rückläufig.

Insgesamt erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent auf rund 35,3 Millionen Euro. Der Bilanzgewinn betrug 68.600 Euro, so dass die Mitglieder eine Dividende von vier Prozent beschlossen und einer gesetzlichen Rücklage von 15.000 Euro und anderer Rücklagen in Höhe von rund 34.800 Euro zustimmten.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet der Geschäftsführer wieder einen Überschuss. Die RWG werde dank der motivierten und engagierten Mitarbeiter weiterhin ein leistungsfähiger Partner bleiben, versprach er. „Der Kelch ist noch einmal an uns vorbeigegangen“, kommentierte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Jochen Meyer das vergangene Geschäftsjahr.

Er bedankte sich bei Helmut Sander für die geleistete Arbeit im Vorstand der RWG. Sander, der seit 1997 im Vorstand tätig war, verzichtete jetzt auf eine Wiederwahl. Mit Martin Harries (Hallstedt), Klaus Seevers (Feine) und Henry Ziemer (Bramstedt) sei der Vorstand personell gut ausgestattet. Daher wurde für Sander kein Nachfolger gewählt.

Dem Aufsichtsrat gehörten neben dem Vorsitzenden Dr. Jochen Meyer (Cantrup) Hilmer Schwarting (Adelheide), Torsten Schröder (Kl. Ippener) und Björn Brunkhorst (Apelstedt), Johann Labbus (Blockwinkel), Rainer Lammers (Seckenhausen), Hans-Hermann Lehmkuhl (Kl. Henstedt) und Hendrik Speckmann (Gr. Mackenstedt) an. Schwarting, Schröder und Brunkhorst wurden bei der turnusgemäßen Wahl wiedergewählt. Zusätzlich wurde Moritz Stubbe (Gr. Hollwedel) neu in dieses Gremium gewählt.

Da das Gasthaus Haake demnächst geschlossen wird, bedankte sich Meyer bei Gastwirt Hannes Bak für die in vielen Jahren in seinem Gasthaus gewährte Gastfreundschaft.

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