WIR sammelt Vorschläge

Expertenrunden zum Thema Stadtentwicklung in Bassum

Bassum - Spielgeräte für Kinder, Leerstände anders nutzen, Bänke für Ältere, Pflanzkübel oder ein rotes Sofa als Hingucker – auch mit kleinen Maßnahmen lässt sich die Bassumer Innenstadt aufhübschen. Dieser Meinung ist Klaus Mensing von der Convent Mensing Agentur aus Hamburg. Er ist von der Stadt beauftragt worden, ein umsetzungsorientiertes Konzept zu erarbeiten, wie sich Bassum langfristig entwickeln könnte.

200 Bassumer verschiedener Altersstufen wurden telefonisch zu den unterschiedlichsten Themen befragt – angefangen beim Wohnungsangebot über Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Arbeitsplätze, Betreuungsangebote für Kinder bis hin zur medizinischen Versorgung, ÖPNV, Radwegenetz und Arbeitsplatzangebot. Dabei kamen nicht nur die Bewohner der Stadt Bassum, sondern auch der Ortsteile zu Wort.

Vorstellung am 17. Oktober

Zusätzlich gab es sogenannte Expertenrunden – unter anderem mit Maklern und Immobilienexperten zum Thema Wohnen, mit den Jugendlichen zur Zukunft des Jugendhauses Fönix und mit dem Vorstand der Wirtschaft- und Interessengemeinschaft Region Bassum (WIR) zum Thema Innenstadtentwicklung. Weitere Runden sollen folgen.

Die WIR forderte Mensing auf, sich einzubringen. Kritisch sieht er unter anderem die Funktionsverluste und die Leerstände an der Sulinger Straße. Er schlug vor, den Versuch zu starten, den Bereich in Richtung Treffpunkt beziehungsweise zur sozialen Mitte Bassums zu entwickeln. Die Menschen wünschen sich Kommunikation und Erlebnisse in der Innenstadt. Er rät, Gespräche mit Eigentümern zu führen und potenzielle Nutzer gezielt anzusprechen.

Weitere Vorschläge Mensings waren die Entwicklung von Förderprogrammen der Stadt und Start-Ups, ein Flyer zur Standort- und Imagewerbung mit absatzwirtschaftlichen Eckdaten sowie der Versuch, die Leerstände zunächst zu kaschieren oder temporär zu nutzen und vor allen Dingen besser zu gestalten.

Pflanzkübel und ein rotes Sofa für mehr Aufenthaltsqualität

Zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität schlug Mensing unter anderem Pflanzkübel vor und als Hingucker beispielsweise ein rotes Sofa, was schon in vergleichbaren Städten viel Aufmerksamkeit gebracht habe.

Die WIR hat nun ihre Mitglieder angeschrieben, bis zum 30. September Vorschläge zu unterbreiten, ob sie Möglichkeiten sehen, die leerstehenden Ladenflächen zu füllen. Nutzungen für Einzelhandel, Dienstleister und andere Anbieter kämen in Frage. Der WIR-Vorsitzende sagt: „Wir brauchen eine Aufbruchstimmung.“

Politik und Verwaltung wollen weitere Gesprächsrunden führen. Die bisherigen Ergebnisse und Vorschläge sollen am 17. Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ort und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben.

al/bbk

Rubriklistenbild: © dpa

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