Ehepaar Meyer lebt den Traum vom eigenen Garten – auf mehr als 5 000 Quadratmetern

Rosen und andere Kuriositäten

Rosen sind Irmgard Meyers Lieblingsblumen – vor allem im eigenen Garten.
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Rosen sind Irmgard Meyers Lieblingsblumen – vor allem im eigenen Garten.

Pannstedt – „Ein Traum“ auf mehr als 5 000 Quadratmetern – so beschreibt Irmgard Meyer ihren Garten in Pannstedt, mitten in der Apelstedter Schweiz. Für Irmgard und ihren Mann Ernst Meyer ist die Zeit in ihrem eigenen Grün „Erholung pur“. Gerade in Zeiten von Corona hat das Ehepaar seine Wohlfühloase noch mehr zu schätzen gelernt als sonst.

Die zwei Eheleute verbringen sehr viel Zeit draußen. Irmgard Meyer meint, es seien täglich etwa ein bis anderthalb Stunden. Ihr Mann würde noch mehr ansetzen. „Wir haben feste Zeiten, zu denen wir uns wieder treffen“, erzählt sie. Um 11 Uhr zu einem Glas Wasser, um 12 Uhr zum Mittagessen und um 15 Uhr zum Kaffee. Dazwischen sei ihr Mann im Garten verschwunden. „Das brauchen wir aber auch“, stellt sie für sich und ihren Ehemann fest. „Wir beschäftigen uns einfach gern draußen“, sagt sie und unterstreicht damit die ihr wohltuende Bewegung an der frischen Luft.

Auf dem Anwesen ist einiges zu entdecken: Lavendel, Hortensien und Rosen jeglicher Art. „Die Rosenzeit ist am schönsten“, schwärmt Irmgard Meyer und lässt ihren Blick im Garten schweifen. Dort rote Rosen, da rosafarbene und in einer anderen Ecke blüht ein Rosenbusch weiß. Rosen so weit das Auge reicht.

Es ist kaum zu übersehen, dass die Rose Irmgard Meyers Lieblingsblume ist. „Ich finde Rosen einfach erfrischend“, bestärkt sie die Vermutung. Besonders schön findet sie an dieser Blumensorte, dass sich jede einzelne Blüte individuell anschauen lässt. Zwei Rosenbüsche hebt Irmgard Meyer besonders hervor: Zum einen den Polyantha, der mit etwa 60 Jahren der älteste ist und „The Fairy“, der eigentlich ein Bodendecker sei, doch in Meyers Garten in die Höhe wächst.

Aber nicht nur Blumen lassen sich bei den Meyers Zuhause entdecken. So gibt es dort auch einige – zum Teil sehr alte – Obstbäume, ein Gemüseacker, dekorative Elemente aus Holz und Metall sowie eine fast vier Meter hohe Tanne, die von einem roten Ramblerrosenbusch umrankt wird.

Irmgard Meyer überlegt, zählt im Kopf die vorhandenen Obstbäume nach und kommt letztendlich auf allein neun Apfelbäume. Hinzu kämen noch einige Pflaumen- und Birnenbäume, wovon einer mit etwa 70 Jahren der älteste Baum auf ihrem Anwesen sei. Unter den Apfelbäumen gebe es eine Besonderheit: „Wir haben einen Baum, an dem drei verschiedene Sorten wachsen“, erzählt Irmgard Meyer und staunt selbst über diesen Fakt. Wie das funktioniert, erklärt sie ganz einfach: „Mit Klebeband.“ Sie lacht und berichtet, dass sie und ihr Mann Äste von verschiedenen Bäumen an einen anderen angeklebt hätten. Dadurch sei diese Kuriosität in ihrem Garten entstanden.

So viele Äpfel sie auch haben mögen, „nicht alle schmecken“. Doch die, die es eben doch tun, bringen sie häufig zu einer nahe gelegenen Mosterei und lassen dort eigenen Apfelsaft pressen. „Es soll alles verwertet werden“, zitiert Irmgard Meyer ihren Mann. Und wenn es eben nicht verwertet werden kann, wird es eben an Familie, Freunde und Nachbarn verschenkt.

Genau so handhaben sie es mit dem Gemüse. Kohlrabi, Rote Beete, Gurken, Salat und Kartoffeln bauen sie für ihren Zwei-Personen-Haushalt an. „Wir lieben das“, sagt sie. An Obst gibt es in Meyers Garten auch noch Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren zu finden. Das alles versuchen sie immer frisch zu ernten und zu verbrauchen. Wenn das mal nicht klappt, frieren sie die Früchte ein und Irmgard Meyer kocht daraus im Winter Marmelade.

Das Wissen über Blumen und Gemüseanbau erlangten sie von ihren „betagten, schlauen Nachbarn“. Und allein über das dadurch geweckte Interesse: „Wenn man sich dafür interessiert, schaut man ja nach“, so Irmgard Meyer und verweist dabei auf das Internet und Fachlektüre.

So sind sie auch auf ein Experiment gestoßen: eine Rose selber ziehen. Die Anleitung klingt einfach: Man nehme eine Kartoffel und einen Rosenzweig, stecke ihn in die Kartoffel rein und schaue, was passiert. Siehe da: es entstünde neben einem neuen Rosenbusch auch eine neue Kartoffelpflanze.

Von Lisa-marie Rumann

Rankelt an einer etwa vier Meter hohen Tanne hoch: die Ramblerrose.

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