Premiere am 23. Dezember

Romantischer Weihnachtszirkus Francalli gastiert am Bassumer Bahnhof

Das Temperament Spaniens bringen die Artisten in die Manege.
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Das Temperament Spaniens bringen die Artisten in die Manege.

Bassum – Artisten und Pferde zwischen Himmel und Erde: So lautet das Motto der Zirkusfamilie Franck, die seit einem Jahrzehnt den traditionellen Weihnachtszirkus Francalli im Tierpark Ströhen gestaltet – mit atemberaubender Akrobatik und faszinierenden Tierdressuren. Doch Corona wirft lange Schatten: Weil noch nicht feststeht, ob die Halle unter strengen Pandemie-Verordnungen für die Abstandsregelungen bei einem großen Publikum ausreicht, zieht der Weihnachtszirkus um – nach Bassum, auf den Festplatz am Bahnhof.

Ein romantisches Lichtermeer soll dort vom 23. Dezember bis zum 6. Januar über einem kleinen Zeltdorf erstrahlen – für Zirkusfans und solche, die es werden möchten. Schon jetzt trainieren die Artisten für ihre bunte Show: eine „Weltreise“. In den Orient, nach Spanien und in den Wilden Westen entführen die Künstler ihr Publikum.

Ein Vier-Mast-Zelt errichten Zirkusdirektor Miguel Franck und seine Helfer auf dem Festplatz, davor ein Empfangs- und Aufenthaltszelt (alle beheizt) für die Gäste. Außerdem gehören winterfeste Quartiere für 15 Pferde, vier Kamele, zwei Texas-Longhorn-Rinder, zwei argentinische Minipferde und weitere vierbeinige Artisten zum Zeltdorf: „Meine Tiere sind meine Familie!“, betont Miguel Franck.

Passt: (v.l.) Heinrich Fischer hilft Miguel Franck beim Ausmessen.

Vor Ort leben auch die 20 Künstler, die an den Shows mitwirken. Die jüngste Artistin ist erst sieben Jahre alt: Lucia, die Tochter von Miguel Franck, schlüpft in die Rolle der kleinen Indianerin Jamati und ist mit ihrem Pony Kleiner Falke in der Manege zu bewundern. „Sie ist pferdeverrückt“, lacht ihr Vater. Und kündigt genauso Artisten aus Frankreich und einen Clown aus Tschechien an – die anreisen werden, wenn Corona es zulässt. Fest steht schon jetzt, dass alle Vorstellungen strikt nach aktuellen Corona-Richtlinien laufen.

Corona hat Zirkusfamilien vor elementare Herausforderungen gestellt

Die Pandemie hat Zirkusfamilien vor elementare Herausforderungen gestellt. Gibt es für sie Corona-Hilfen? „Die Unterstützungen kommen läpperlich. Das muss man hundertmal beantragen“, sagt Miguel Franck – und ist dankbar für Spenden von Freunden und Fans: „Sie haben es uns ermöglicht, dass wir die schweren Zeiten überbrücken konnten!“

Zurzeit hat der Zirkus seine Zelte noch in der Nähe des Tierparks Ströhen aufgeschlagen – in dem Wissen, dass es bald weiter geht: „Wir sind das ganze Jahr über unterwegs“, sagt Miguel Franck. Er stammt aus einer Zirkusfamilie mit ganz tiefen Wurzeln: „Ich bin die fünfte Generation“, berichtet der 43-Jährige stolz. Er hat 14 Geschwister. „Unser Vater hat mit einem großen asiatischen Elefantenbullen sämtliche Länder der Erde bereist. Er ist auch beim Zirkus Knie in der Schweiz aufgetreten. In Spanien hat er meine Mutter kennengelernt.“ Sie ist Spanierin – und hat mittlerweile fünf Enkelkinder aus Miguels Familie.

Der Zirkus ist ihr Leben, und der Weihnachtszirkus Francalli zieht nicht nur über die Festtage Besucher aus der gesamten Region in seinen Bann, wie die Vorstellungen in Ströhen bewiesen haben.

„Möchten uns in Bassum ein zweites Standbein aufbauen“

Diese Tradition will Miguel Franck in Bassum fortsetzen – auch wenn es 2022 wieder einen Weihnachtszirkus in Ströhen geben könnte: „Wir möchten uns hier in Bassum ein zweites Standbein aufbauen!“, denkt der Zirkusdirektor schon an einen Bassumer Weihnachtszirkus 2022: „Wir sind eine große Zirkusfamilie.“ An Artisten und Darbietungen mangelt es also nicht.

Miguel Franck ist froh und dankbar, dass die Stadt Bassum den Weihnachtszirkus am Bahnhof ermöglicht: „Der Platz ist geschützt, es gibt eine Wiesenfläche für unsere Tiere. Ideal!“, schwärmt er, während er den Platz ausmisst – und sich fragt, woher er eine Walze bekommen kann: Der Boden unter dem Zelt muss vor dem Aufbau verdichtet werden. „Vielleicht kann ein Landwirt helfen?“, schlägt ein Ruheständler aus der Nachbarschaft vor, der im Viertel alles im Blick hat. Er freut sich schon auf das Gastspiel.

Weitere Infos

Der Weihnachtszirkus Francalli feiert am 23. Dezember um 18 Uhr Premiere. Die Heiligabend-Vorstellung beginnt um 14 Uhr, dann gibt es werktäglich eine Vorstellung um 17 Uhr; samstags und sonntags starten die Shows um 15 und 18.30 Uhr. Mit Plakaten und Flyern informiert der Zirkus zeitnah auch über Vergünstigungen. Karten gibt es ab 10. Dezember unter der Ticket-Hotline 0173/6094464.

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