Rollmöpse und lustige Reden zum Katerfrühstück der Bassumer Schützen von 1848

„Wenn‘s läuft, dann läuft‘s“

Genüsslich beißen Ehrenmajor Hermann Köhnenkamp, das Königspaar Imke und Frank Rätzke sowie Vereinspräsident Frank Poppe und sein Vize Andreas Hadeler in die Rollmöpse.
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Genüsslich beißen Ehrenmajor Hermann Köhnenkamp, das Königspaar Imke und Frank Rätzke sowie Vereinspräsident Frank Poppe und sein Vize Andreas Hadeler in die Rollmöpse.

Bassum - Mit Rollmöpsen und sauren Gurken versorgt Ehrenmajor Hermann Köhnenkamp von den Bassumer Schützen von 1848 seine Schützenkameraden zum Katerfrühstück am Tag nach dem Schützenfest. Seit mehr als 30 Jahren macht er das. Gerade aus dem Krankenhaus entlassen, ließ er es sich nicht nehmen, das beliebte Ritual auch in diesem Jahr fortzusetzen.

Das Katerfrühstück bei den 1848ern bedeutet eine humorvolle Abrechnung mit dem vergangenen Schützenjahr mit allen Höhen und Tiefen.

Vereinspräsident Frank Poppe begrüßte sein „Volk“ im Schützenhaus. Den Reigen der Vorträge eröffnete Manfred Tinnemeyer, der als Büttenredner das „Klönen und Schießen“ des Vereins in Versform „aufgespießt“ hatte.

Aus dem anstrengenden Leben eines geplagten Zugführers berichtete Peter Voß, Zugführer des dritten Zuges. Er ließ alle verantwortungsvollen Arbeiten eines Zugführers Revue passieren, vom Tannengrünholen und Pfortebinden, von den Schweißausbrüchen beim Pforteabnehmen, vom Druck in den Blasen der Schützen beim Umzug und von der Angst eines Zugführers, die fälligen Befehle beim Antreten nicht in der richtigen Reihenfolge zu erteilen. „Zugführer sein ist nicht so einfach, glaubt mir. Doch wenn’s läuft, dann läufts“, so sein Credo.

Mit Hochspannung warteten die Schützen auf die Beobachtungen des sogenannten Vereinsspinners in Person von Guido Strahmann. „Alles, was gleich vorgetragen wird, geschah im Dienste der Wahrheitsfindung“, sagte der Vereinsspinner. Er warnte: Zart besaitete Gemüter sollten möglichst den Raum verlassen.

Im Stile von KonradToenz und Peter Nidetzky von „XY ungelöst“ arbeitete Strahmann alles ab, was ihm im Verlaufe des Jahres an Ungereimtheiten und Indiskretionen aufgefallen war. Er sprach unter anderem von einer Vergiftung des Königs in Twistringen, von einem rätselhaften Fund beim Hochzeitstag der Familie P. und von dubiosen Geheimbundtreffen.

Sowohl der Spinner als auch der Büttenredner und der Zugführer erhielten viel Applaus von ihren Schützenkameraden.

Auch Vereinspräsident Frank Poppe plauderte aus dem Nähkästchen. „Ich möchte euch von einigen Dingen aus dem Hause Poppe erzählen, die man eigentlich lieber für sich behält“, so der Präsident, „aber ich weiß ja, bei meinen Brüdern ist alles gut aufgehoben.“ Poppe berichtete von Tupperpartys, von Taubstummenfrühstücken und von seinem Hund Penny, der im vergangenen Jahr knapp dem Elektrotaser entgangen war.

Im Verlaufe des unterhaltsamen Abends wurde Kai Dieckmann als neuer Vereinsspinner verpflichtet. Er übernimmt den Posten von Guido Strahmann.

bbk

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