Sax & Schmalz begeistern Publikum beim Jailhouse Rock

Der „Rio des Nordens“ rockt in der Bassumer Volksbank

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Voller Körpereinsatz der drei Musiker.

Bassum - Von Angelika Kratz. Eigentlich spielt das Trio Sax & Schmalz auf Hochzeiten, Geburtstagen, Scheidungen, bei Neubauten oder Abrissarbeiten. Am Samstag sollte mit dem ersten „Knastkonzert“ die Bandbreite der Auftrittsorte um eine Kategorie erweitert werden. Das fünfte Jailhouse-Event stand unter dem Motto „lebHaft“, und wie stets, blieb kein Platz im Schalterraum der Bassumer Volksbank frei.

Längst haben sich die ganz besonderen Konzerte in der geschichtsträchtigen Stätte weit über die Ortsgrenzen hinaus herumgesprochen. Auch dieses Mal bewies Kirstin Pauls vom Bereich Werbung/Öffentlichkeitsarbeit der Volksbank das richtige Näschen, um dem Winterblues Tschüss zu sagen.

„Hallo Leute, schön, dass ihr da seid“, begrüßten Jan Fritsch (Saxofon/Klarinette), David Dehn (Kontrabass) und Penny Penski (Gitarre) das Publikum. Das hielt ein Bierchen oder ein Glas Wein in der Hand, knabberte am salzigen Gebäck und pflegte so manche Unterhaltung. „Wir singen für euch, also seid froh“, lautete die etwas kuriose Begrüßung der Band. Was folgte, war mitreißende Unterhaltung über gut zweieinhalb herrliche und viel zu kurze Stunden.

Passende Songauswahl

„Wenn du lächelst, lacht die ganze Welt“ hieß das erste Stück, das bei den Zuhörern gleich Wirkung zeigte.

Der erste Teil des Programms wurde dem Anspruch gewidmet, danach sollte der Stimmungsteil folgen. Da passte das tragische Lied vom „schönen Gigolo“. Dank der „Hitmaschine aus dem Steintor“, dem begabten Dr. Penski, ging es wortgewandt mit dem nicht minder talentierten Dr. Fritsch in die portugiesischen Charts, es wurde gerockt und plötzlich erstrahlte Bassum als „Rio des Nordens“. Die dringend benötigte Abkühlung gab es am Steinhuder Meer, dem Sax & Schmalz eine eigene Hymne verliehen.

Es hält fast keinen auf den Bänken

Die Protagonisten auf der Bühne waren mit vollem Körpereinsatz dabei. Schon kurz nach Beginn legten die Musiker ihren feinen Zwirn ab und krempelten die Hemdsärmel hoch. Dann tanzten Jan Fritsch und Penny Penski sogar und Bassist David Jehn zeigte sein Können horizontal auf dem Boden der kleinen Bühne.

Auch die Zuhörer kamen zunehmend in Schwung, einige Paare tanzten perfekt zum schmachtenden „Sag mir quando, sag mir wann“. Bei „Let’s Twist Again“ hielt es fast keinen mehr auf den Bänken.

Fortsetzung im nächsten Jahr

Sax & Schmalz begeisterten mit ihrer ungewöhnlichen Mischung aus uralten Songs und neuen Texten, hervorragender Technik und Spielfreude, witzigen Kommentaren, guten Stimmen und körperlichem Einsatz.

Es machte einfach Spaß in einem Kreditinstitut nicht über Geld nachzudenken, sondern mit einem breiten und fast kostenlosen Lächeln im Gesicht nach einem gelungenen Abend nach Hause zu fahren.

Markus Lüers vom Vorstandsteam der Volksbank versicherte am Ende: „Es gibt im kommenden Jahr eine Fortsetzung.“

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