DLRG-Schwimmer proben den Ernstfall für landesweiten Wettbewerb

Rettende „Wasserschlacht“

Im Rettungseinsatz muss jeder Handgriff sitzen. Deshalb üben Rettungsschwimmer der DLRG (Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft) Bassum in der Alten Weser in Dreye den Ernstfall. Am Freitag beweisen sie ihr Können bei der „Wasserschlacht“. - Foto: Husmann

Dreye/Bassum - Von Anke Seidel. Am alten Hafen in Dreye weht eine steife Brise, während sich die Rettungsschwimmer aus Bassum auf ihren großen Auftritt vorbereiten. Einen Menschen aus den Fluten der Weser retten  – das üben die Kräfte mit Boot, Rettungsleine und -ball sowie der Wurfleine. Sie wissen, dass ihre Kenntnisse im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden.

Wie 2007 im Ostseebad Binz auf Rügen: Drei Rettungsschwimmer aus Bassum riskieren ihr Leben, um das einer Frau zu retten. „Es hat alles geklappt“, ist Ingo Winkelmann als Vorsitzender der DRLG-Ortsgruppe noch heute erleichtert. „Aber es hätte auch anders ausgehen können. Das war Spitz auf Knopf“, fügt er hinzu.

Der Übungseinsatz an der Weser hat einen aktuellen Grund: Die Bassumer DLRG gehört zu den vier Ortsgruppen in Niedersachsen, die das große Los gezogen haben. Sie dürfen an der landesweiten „Wasserschlacht“ teilnehmen – dem Kräftemessen, das der DLRG-Landesverband gemeinsam mit dem Regionalfernsehen von SAT 1 organisiert hat. Fünf Kandidaten müssen einen Wasser-Wettkampf nach Zeit gewinnen.

Aufgabe der Rettungsschwimmer ist es, eine Puppe vom Beckenboden zu bergen und außerdem eine Person mit dem Rettungsgurt in Sicherheit zu bringen. Schließlich müssen die Kandidaten ihren ebenso souveränen wie schnellen Umgang mit dem Rettungswurfsack beweisen.

Im Naturbad fällt für das Team aus Bassum am Freitag der Startschuss. „Wir wünschen uns möglichst viele Zuschauer, die uns anfeuern“, sagt Ingo Winkelmann. Genau deshalb hat die DLRG ein Familienfest mit Wettrutschen und Chaosspiel für die Kinder sowie mit Musik vom DJ organisiert, das um 14.30 Uhr im Naturbad Bassum beginnt. Von dort überträgt SAT 1 um 17.30 Uhr live den Wettkampf.

Die DLRG-Gruppen Rolfshagen und Rotenburg sind bereits gestartet. Eine Minute und 18,88 Sekunden – diese Bestzeit der Kandidaten aus Rolfshagen ist zu unterbieten. Ingo Winkelmann und sein Team sind zuversichtlich, ihre Aufgaben noch schneller erfüllen zu können. „Aber es wäre uns wichtig, dass uns viele Menschen unterstützen“, sagt Winkelmann, während die fünf Bassumer Wettkämpfer in der Alten Weser trainieren – vor surrenden Kameras.

Die Bassumer sind sichtlich stolz, als einzige der zehn Ortsgruppen im Landkreis Diepholz bei dieser rettenden „Wasserschlacht“ starten zu dürfen. Ihr Kandidaten-Team haben sie ausgelost: „Aus jeder Altersklasse ist einer dabei, wir sind also eine gemischte Truppe“, sagt Winkelmann – und weiß, dass bei anderen Einsätzen in den nächsten Wochen keine Kameras surren. Fünf Teams aus Bassum leisten in diesem Sommer jeweils zwei Wochen in Binz und auf den Ostfriesischen Inseln Küstenüberwachungsdienst – zum Wohle der Badegäste. Winkelmann hofft, dass es zu keinen kritischen Situationen kommt. Sein Herzenswunsch und Appell an alle Badegäste: „Bitte nicht ins Wasser gehen, wenn Badeverbot geflaggt ist – auch wenn die Wellen noch so schön sind.“

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