Reise ins Unterbewusstsein

Nicole Ropella hat Hypnosepraxis in den Räumen der Casa Vida in Osterbinde eröffnet

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Nicole Ropella erweitert ihr Angebot um Hypnose. 

Bassum - Beim Wort Hypnose denken die meisten Menschen an Kontrollverlust und Manipulation. Sie sehen sich gackernd über eine Bühne hüpfen und ein imaginäres Ei legen. „Das ist Show-Hypnose und etwas ganz anderes“, sagt Nicole Ropella aus Bassum. Solche Dinge seien mitunter mit den Probanden vorher abgesprochen. Nicole Ropella hat vor Kurzem ihre Hypnosepraxis (Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz) in den Räumen der Casa Vida an der Osterbinder Straße in Bassum eröffnet.

Sie versetzt ihre Klienten in eine leichte bis mittlere Trance. Anders als in besagten Shows sind die Personen stets bei Bewusstsein und können, wenn sie wollen, die Sitzung unterbrechen, so Ropella.

Die Reise ins Unterbewusste kann erstaunliche Erkenntnisse ans Licht bringen. So lassen sich mit dieser Methode unter anderem Ängste therapieren. „Ich selbst habe meine Phobie vor Spinnen dadurch verloren“, erzählt die Bassumerin.

Auch für Rauchentwöhnung oder Gewichtsmanagement eigne sich die therapeutische Hypnose. Die Wirkungsweise sei abhängig von der Vorstellungskraft der Klienten und dem Einfühlungsvermögen der Therapeutin. Ropella ist davon überzeugt, dass Hypnose die Selbstheilungskräfte mobilisieren kann.

Sie wendet auch Elemente des EMDR an – EMDR steht für Eye Movement Desensitization Reprocessing – auf Deutsch Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung. Dahinter steckt eine in den USA entwickelte Behandlungsmethode für traumatisierte Personen. „Bei traumatisierten Kriegsveteranen hat man mit dieser Methode durchaus Erfolge erzielt“, berichtet Ropella. Sie könne aber auch bei Ängsten und Schmerzen oder emotionalen Blockaden helfen.

Schwarze Schafe in der Branche sind keine Seltenheit

Ropella kennt ihre Grenzen. Nicht alles sei möglich. Schwarze Schafe in der Branche sind keine Seltenheit. „Ich kannte mal jemanden, der versprach Brustvergrößerung durch Hypnose“, erzählt sie und schüttelt den Kopf. „Unseriös.“

Völlig ungeeignet sei Hypnose für Menschen, die zum Beispiel an Schizophrenie, Epilepsie leiden oder unter starken Depressionen. Das seien Fälle für psychologische Psychotherapeuten beziehungsweise den Psychiater. Bereits beim Erstgespräch findet Ropella heraus, was die Klienten bewegt und ob sie ihnen helfen kann.

„Ich bin mir der Verantwortung sehr wohl bewusst.“ Dieses Wissen habe sie lange Zeit davon abgehalten, die Ausbildung zu beginnen. „Die Arbeit setzt eine gewisse Lebenserfahrung voraus. Ich fühlte mich noch zu jung.“

Die 56-Jährige ist breit aufgestellt – sie ist Personal- und Business-Coach, arbeitet seit Jahren als Yoga-Trainerin, gibt Kurse in Rückengymnastik und Reha-Sport. „Zum Sport kam ich, weil ich selbst Rückenprobleme hatte“, erzählt sie. „Ich habe gedacht, dass ich vor so etwas gefeit gewesen wäre, weil ich seit meinem fünften Lebensjahr reite.“ Aber weit gefehlt. Da Nicole Ropella allem immer gerne auf den Grund geht, machte sie gleich ihre Trainer-Lizensen.

Über Umwege zum Ziel 

„Ich habe in meinem Leben schon alles Mögliche gemacht“, erzählt sie und nennt Kosmetikerin, Kommunikationsprogrammiererin, Sekretärin, Leiterin eines gastronomischen Betriebes.

Nach vielen Reisen in der ganzen Welt verwirklichte sie 2003 in Bassum ihren Traum von einer kleinen Pension mit persönlichem Ambiente – mit Unterstützung ihres Mannes Jöran. Ropella leitet die Villa Vida und das Casa Vida, in dem sie Kurse, Workshops und Vorträge anbietet und ihre Praxis hat.

Mit ihren vielen Standbeinen ist sie sehr zufrieden. „Ich habe viele Umwege genommen, aber ich bin doch ans Ziel gelangt“, sagt Ropella. „Und das als chronische Schulschwänzerin und Schulabbrecherin“, schmunzelt sie. Das zeige, dass Menschen im Leben alles erreichen, wenn sie nur wollen. Dieses Selbstbewusstsein möchte sie ihren Klienten vermitteln.

 al

Homepage: www.hypnosepraxis-ropella.de

E-Mail: kontakt@hypnosepraxis-ropella.de

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