Tag der Regionen mit Kreiskartoffelfest / Plädoyer für regionale Produkte

Puffer, Getreidesuppe und „gerupfte Sau“

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Lustige Hexen aus der Keramikscheune von Marion Willemsen.

Bassum - Von Berthold Kollschen. „Nutzen sie regionale Betriebe, ihre Waren und ihre Dienstleistungen, damit unsere starke Region auch in Zukunft weiterhin so hervorragend aufgestellt bleibt, wie sie es jetzt schon ist. Wir alle haben es uns verdient“. Mit diesem Appell schloss Bassums Bürgermeister Christian Porsch am Sonntag seine Festrede zur Eröffnung des Kreiskartoffelfestes an der Freudenburg.

Er sprach auch die regionale Wertschöpfung an, bei der einerseits viel Geld in der Region verbleibe, Arbeitsplätze gesichert und junge Leute an den Ort gebunden würden. Eine florierende Wirtschaft sei auch ein grünes Signal für Menschen, die zuziehen wollten. Die Wirtschaftskraft bleibe vor Ort und sichere der Kommune Gewerbe- und Einkommensteuer.

„Ohne Moos nichts los“, so der Bürgermeister weiter, der noch auf die vielen freiwilligen Leistungen neben den Pflichtaufgaben von Verwaltung und Politik hinwies.

Sein besonderer Dank galt den beiden Hauptorganisatorinnen, Reinhild Olma und Susanne Vogelberg, die erneut ganze Arbeit geleistet und die Visitenkarte der Region in Form des Kreiskartoffelfestes bunt und abwechslungsreich gestaltet hätten.

Begonnen hatte die Veranstaltung am Sonntagmorgen um 10 Uhr mit einem gut besuchten Open-air-Regionalgottesdienst mit Posaunenchor und vier Taufen, durch den Pastor Wiardus Straatmann geführt und Lektorin Inge Evers die Predigt auf Plattdeutsch gehalten hat.

Kreiskartoffelfest in Bassum

Es folgte ein abwechslungsreiches Non-Stopp-Programm auf der Bühne der Klosterbach-Konzertmuschel, das mit einer Vorführung der Tanzgruppe „Vergissmeinnicht“ des Behindertenbeirates Stuhr begann.

Parallel demonstrierte das THW seine Leistungsfähigkeit, indem die Mitglieder bei einem simulierten Unfall zwei eingeklemmte Menschen aus einem PKW befreiten. Das Interesse des Publikums war groß.

Richtig Appetit auf die vielen Essenangebote bekam man allein schon von den Düften, die sich über den Park der Freudenburg verteilten. Da gab es wie in den Vorjahren leckere frisch gebackene Kartoffelpuffer. Es duftete auch nach Crêpes sowie nach mittelalterlicher Getreidesuppe und „gerupfter Sau“ am Stand der „Bovelzumpft“-Gruppe.

Die Delme-Werkstätten waren mit ihren in Bassum produzierten Produkten ebenso vertreten wie die Bassumer Tafel, die ein Glücksrad aufgestellt hatte und Informationen über ihren Dienst gab.

Der Kultur- und Heimatverein hatte sein „Verlies“ geöffnet und pries den neuen Heimatkalender mit historischen Motiven an. Insgesamt gab es weit mehr als 50 Stände auf dem Gelände der Freudenburg, die einen prima Überblick über die regionale Leistungsfähigkeit darstellten.

Das Kreiskartoffelfest moderierten vier Auszubildende der Bassumer Stadtverwaltung, die ihre Sache offenbar bestens bewältigten. Mit dem Mikrophon unterwegs waren Lennart Adams, Calvin Hüttemeier, Nina Kellermann und Julia Niemann.

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