Regionalmesse AktiBa mit 110 Ausstellern vom 17. bis 19. April in Bassum: Interview mit Heinz Schierloh

„Zeigen die volle Wirtschaftskraft“

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Trotz Stress haben sie gut lachen: Heinz Schierloh (2.v.l.) sowie Klaus-Dieter Sprenger (l.), Reinhard Meyer und Tony Kroner (r.) – allesamt Organisatoren der ersten Stunde. Archivfoto: Albrecht

Bassum - Von Frauke Albrecht. Alle drei Jahre organisiert die Stadt Bassum die Regionalmesse „AktiBa“ auf dem Gelände der Kartbahn.Eröffnung ist am 17.April. Die Vorbereitungen laufen seit Monaten auf Hochtouren. Für Wirtschaftsförderer Heinz Schierloh ist es die fünfte und letzte Messe als Organisator.

Wie weit sind Sie mit den Vorbereitungen?

Heinz Schierloh: Wir sind fertig. Wir warten nur noch auf den Aufbau. Am Montagmorgen kommen die Zeltbauer. Vorher muss der Bauhof noch die vielen Reifenstapel auf der Kartbahn beiseite schaffen. Am Mittwoch kommen die ersten Aussteller, um ihre Stände aufzubauen.

Es ist die fünfte AktiBa und für Sie als Mitorganisator die letzte, da Sie nächstes Jahr in Rente gehen. Ist das für Sie ein besonderer Ansporn?

Schierloh: Nein. Von Anfang an haben wir immer versucht, eine vernünftige Messe auf die Beine zu stellen. Das ist uns immer gelungen. Das liegt nicht zuletzt am Team. Ohne die Kollegen wäre das nicht zu schaffen.

Wie viele Helfer umfasst das Team?

Schierloh: Wir sind zehn bis zwölf Aktive. Wir haben uns in drei Arbeitskreise aufgeteilt: Finanzen, Allgemeines und Werbung. Die meisten sind von Anfang an dabei. Jeder weiß, was er zu tun hat. Wir sind ganz entspannt. Ich muss immer noch schmunzeln über die Aussage von unserem Festwirt Jan Lüdeke, der 2012 immer fragte ,Wann kommt denn bei euch das Lampenfieber?‘ Wir wissen, was wir zu tun haben, und können uns aufeinander verlassen.

Wie groß ist der Aufwand wirklich?

Schierloh: Riesig. Nach der AktiBa ist vor der AktiBa. Es gibt viel zu bedenken.

Und lohnt sich der Aufwand?

Schierloh: Auf jeden Fall lohnt es sich. Die Stadt hat durch die AktiBa gewonnen. Es ist ein Stück Werbung, wir zeigen, was die Region und vor allem Bassum zu bieten haben. Wir haben immer mehr als 100Aussteller, die einen gesunden Branchenmix bieten. Wir legen viel Wert auf Qualität. Wir wollen kein Volksfestcharakter, sondern eine qualitativ gute Messe. Und das ist uns in der Vergangenheit immer gelungen. Es lohnt sich auch für die Aussteller. Das hat die Rückschau ergeben. Die Betriebe meldeten nach der letzten AktiBa 2012 volle Auftragsbücher. Auch das ist für uns ein Ansporn gewesen, eine fünfte Auflage zu planen.

Wird es auch eine sechste geben?

Schierloh: Bestimmt.

Was unterscheidet die Regionalmesse von anderen Schauen?

Schierloh: Wie schon gesagt, wir wollen keinen Volksfestcharakter. Die Besucher müssen Eintritt zahlen. Sie erwarten und bekommen die volle Wirtschaftskraft zu sehen. Wir sind von den großen Messen die Einzigen aus der Region, die übrig geblieben sind. Wir haben ein tolles Gelände, das befestigt ist und auch bei Regen begehbar ist. Wir haben große Parkplätze in unmittelbarer Nachbarschaft. Wir haben eine liebevolle Gestaltung der Stände und legen Wert auf eine einheitliche und hochwertige Optik. Das fängt bei der gärtnerischen Gestaltung an und hört beim einheitlichen Teppich auf.

Wie schwierig ist es, Aussteller zu bekommen?

Schierloh: Es gelingt uns immer wieder. Wir wissen, dass die meisten Anmeldungen erst zwischen Oktober und Dezember eingehen. Also werden wir vorher nicht nervös. Man muss die Aussteller gezielt ansprechen. Unser Zelt ist voll, wir mussten Absagen erteilen. Außen wäre noch Platz.

Gibt es Aussteller, die Sie vermissen?

Schierloh: Nein, wir haben einen gesunden Mix aus Handel, Handwerk, Industrie und Dienstleistung. Was ich mir wünschen würde, wäre, dass sich noch mehr Vereine beteiligen.

Wie wichtig ist das Beiprogramm?

Schierloh: Was wir jetzt haben, ist wichtig. Vorführungen wie Modenschau oder Zumba sorgen für Abwechslung. Am Stand der Stadt wird es einen Vorgeschmack auf die Piazzetta geben. Viele Aussteller sorgen für Aktionen. Und auch unser Festwirt Jan Lüdeke macht Abendveranstaltungen.

Für wen ist die AktiBa interessant?

Schierloh: Für jeden. Wer Möbel kaufen möchte, eine neue Brille braucht oder baut – wir bieten von A wie Auto bis Z wie Zaun alles an. Und wir garantieren mit Jan Lüdeke eine hervorragende Bewirtung.

Wieviele Besucher müssen kommen, damit die Messe ein Erfolg wird?

Schierloh: Wir hatten bisher immer um die 12000 Besucher. Die brauchen wir. Wir wollen keinen Gewinn machen, aber die schwarze Null ist ausschlaggebend. So haben wir auch kalkuliert.

Was wünschen Sie sich für die diesjährige AktiBa?

Schierloh: Viele Gäste und gutes Wetter.

AktiBa, Zahlen:

Öffnungstage: Freitag, 17. April, ab 14 Uhr, Sonnabend und Sonntag, 18. und 19. April, jeweils von 11 bis 19 Uhr.

Für geladene Gäste gibt es am Freitag ab 12 Uhr einen Empfang. Gastreferent ist Dr. Christoph Westerkamp, Geschäftsführer der Firma Stelter. Er hält einen Vortrag zum Thema „Mittelständische Unternehmen in der globalisierten Welt“.

Eintritt: Erwachsene zahlen drei Euro, Kinder ab sechs Jahren 1,50 Euro.

Ausstellungsfläche: 2400 Quadratmeter Zeltfläche, 10000 Quadratmeter Außengelände.

Angebot: 110 Aussteller präsentieren einen gesunden Branchenmix – von A wie Auto bis Z wie Zumba.

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